64-Jähriger liebt die Rolle zeitlebens

Anselm wäre gern immer der Nikolaus

Toller, neuer Bart: Nikolaus Manfred Anselm. Foto: Quehl

Treysa. Der jährliche Dienst neigt sich für den Treysaer Nikolaus vom Dienst dem Ende zu. Viele Stunden hat Manfred Anselm (64) rund um die Weihnachtsmeile in der Innenstadt seine Kreise gezogen, bisweilen ernste Gespräche mit den Kindern geführt und mit ihren Eltern geplaudert. Dabei trug der alte Nikolaus dieses Jahr einen prächtigen, nagelneuen Rauschebart. Den schaffte die Handels- und Gewerbevereinigung (HGV) für den guten Gesellen neu an.

Seit den 90er-Jahren ist der Treysaer liebend gern als Nikolaus in der Stadt unterwegs, nur voriges Jahr hatte er mal pausieren müssen, der Bandscheibe wegen. Zuvor hatte er auf Regionalverbindungen für die Bahn den Gabenbringer gegeben. Selbst als Kind schlüpfte er schon gern in diese Rolle, wenn es sich ergab.

„Es ist ein besonderes Gefühl, als Nikolaus unterwegs zu sein, man muss sehr wach sein“, erzählt er. Es gebe so viele verschiedene Begegnungen. „Ich bin auf jeden Fall ein sehr lieber Nikolaus“, berichtet Anselm, der es nicht mag, wenn Eltern von ihm strenge Worte für den Nachwuchs erwarten.

Großartig findet er vielmehr die Strahlkraft des freigiebigen Schutzheiligen, Bischof Nikolaus von Myra. Wenn Kinder sich vor ihm erschrecken, macht Manfred Anselm das eher traurig, er versucht es dann mit einem gütigen „Ho, Ho, Ho“ und spricht ihnen freundlich zu.

Zeit müsse man sich dafür nehmen, erklärt der 64-Jährige. Die schönste Zeit des Jahres geht für ihn nun langsam zu Ende. „Wenn ich könnte, würde ich jeden Tag als Nikolaus herumlaufen.“

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare