CDU-Bürgermeisterkandidat: Rudolfsaue anbieten für größeres Gebäude für Sicherungsverwahrte

Anstalts-Neubau an anderem Standort

Dr. Gerald Näser

Schwalmstadt. Die Stadt Schwalmstadt soll unverzüglich dem Land die „Rudolfsaue“ als Alternativstandort für die geplante Anstalt für Sicherungsverwahrte anbieten. Das fordert Dr. Gerald Näser, Bürgermeisterkandidat der CDU, nachdem der bislang favorisierte Ausbau der JVA in Ziegenhain zu scheitern drohe.

Denn das Land Hessen plane jetzt mehr Plätze bereitzustellen, um gegebenenfalls mit Thüringen und Sachsen gemeinsam eine solche Anstalt zu betreiben. Die bloße Erweiterung der JVA in Ziegenhain wäre dafür nicht mehr ausreichend.

„Ideales Gelände“

„Wir müssen auf jeden Fall klar machen, dass in Schwalmstadt auch für einen größeren Bau ein ideales Gelände zur Verfügung steht“, sagt Dr. Näser. Der CDU-Stadtverordnete erinnerte daran, dass die zwischen Ziegenhain und Allendorf/Landsburg hinter der alten Kanonenbahn gelegene Rudolfsaue bereits seit den Neunziger Jahren planungsrechtlich für eine JVA ausgewiesen sei. „Dort könnte man sofort mit den Arbeiten beginnen.“ Gerade weil die Zeit für den Bau der Anstalt dränge, solle das Land keine Experiment an anderen Standorten machen, sondern die Vorteile Schwalmstadts nutzen: „Die Bevölkerung steht hier hinter der JVA“, meint Näser.

Gerade erst seien zwanzig Auszubildende für die JVA eingestellt worden. Es mache keinen Sinn, in Südhessen die Anstalt zu bauen, wo bereits jetzt die Vollzugsanstalten keine geeigneten Beamten fänden. (jkö)

Quelle: HNA

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