Radweg wurde verlegt

Anwohner: Kreuzung in Lohre ist gefährlicher geworden

+
Gefährliche Kreuzung: Radfahrer, die auf dem Eder-Radweg unterwegs sind, müssen bei Lohre die viel befahrene Landesstraße überqueren. Anwohner Karl-Hans Klaus (Foto) beobachtet dort häufig brenzlige Situationen.

Lohre. Zwei Gefahrenstellen beunruhigen die Bewohner von Lohre: Zum einen der Radweg, der die Landesstraße quert, zum anderen die Bushaltestelle, die nicht mehr durch ein „Anlieger frei“- Schild geschützt wird.

Wer auf dem Eder-Radweg unterwegs ist, muss bei Lohre eine gefährliche Stelle meistern: Dort müssen Radfahrer gleich zwei Mal die viel befahrene Landesstraße 3426 queren.

Von seinem Haus in Lohre hat Karl-Hans Klaus die Kreuzung gut im Blick. „Regelmäßig müssen Autos dort eine Vollbremsung machen, um keinen Radfahrer anzufahren“, schildert der 71-Jährige.

Der Radweg stößt auf die Landesstraße, führt dann ein Stück direkt auf der Straße entlang und biegt dann wieder in die Felder ein.

„Man hat eine Gefahr geschaffen, die nicht nötig gewesen wäre.“  Ortsvorsteher Rüdiger Strack

Aus Sicht der Bewohner von Lohre ist diese Radweg-Führung absurd – und völlig unnötig. Denn noch vor einigen Jahren verlief der Radweg auf einem Feldweg, fernab der Straße.

Doch dann wurde die ehemalige Kreisstraße zwischen Lohre und Altenburg zur Stadtstraße umgewidmet – und die Stadt Felsberg entschied daraufhin, den Radweg über die ehemalige Kreisstraße laufen zu lassen. „Man hat eine Gefahr geschaffen, die nicht nötig gewesen wäre“, sagt Ortsvorsteher Rüdiger Strack.

Bis vor Kurzem wurden Autofahrer, die aus Richtung Felsberg kamen, nicht einmal durch ein „Achtung Radfahrer“-Schild auf die Kreuzung aufmerksam gemacht. Das Schild wurde inzwischen aufgestellt. Trotzdem ist die Stelle für Radfahrer nur schwierig passierbar.  

Das sagt der Bürgermeister dazu

Bürgermeister Volker Steinmetz erklärt auf HNA-Anfrage: „Die Radwege sollen die Dörfer erreichen.“ Deshalb habe man den Radweg so verlegt, dass er nun direkt nach Lohre führe. Er räumt aber ein, dass der jetzige Verlauf des Radwegs direkt über die Landesstraße nicht ideal sei. Besser wäre es, parallel zur Straße einen Radweg anzulegen – das könne man bei der Kreisverwaltung anregen. Der Feldweg, auf dem der Radweg früher entlang führte, sei keine gute Alternative. Der Weg befinde sich in schlechtem Zustand. „Es gibt viele feuchte Stellen.“ Radwege sollten möglichst asphaltiert sein, um die Sicherheit für die Radfahrer zu gewährleisten.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der HNA

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare