Bereits 1036 Gewehre durch Ordnungsbehörde vernichtet

Anzahl der Waffen im Kreis geht zurück

kreis Kassel. Bislang haben 4000 der knapp 5500 Waffenbesitzer im Landkreis Kassel nachgewiesen, dass sie ihre Waffen ordnungsgemäß verstaut haben. Außerdem ist die Zahl der legalen Waffen im Kreis weiter rückläufig.

„Im Jahr 2010 gab es 23 784 registrierte Waffen im Landkreis. Heute sind es 22 507“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn der HNA. Auch wenn es weniger Waffen gebe, so habe sich die Anzahl der Personen mit einer Waffenbesitzkarte (WBK) nur gering verändert.

Nach dem Amoklauf in Winnenden im Jahr 2009 wurde das deutsche Gesetz verschärft. Seitdem gelten härtere Vorschriften für die Aufbewahrung. Die zuständigen Ordnungsbehörden haben außerdem das Recht, die Tauglichkeit der Waffenschränke stichprobenartig zu kontrollieren. Die Tests der Schränke geschehen mit Anmeldung. Im Landkreis Kassel habe sich niemand gegen solche Kontrollen gewehrt, sagt Kühlborn.

Viele Menschen würden durch eine Erbschaft an Pistolen und Gewehre kommen, berichtet der Kreissprecher. Ihnen sei die Anschaffung eines passenden Tresors zur Aufbewahrung oft zu teuer. Das sei einer der Gründe, warum seit dem Jahr 2010 die Anzahl von 1036 beim Landkreis zur Vernichtung abgegeben wurde.

Außerdem räumt Kühlborn mit einem Irrtum auf, was das Unbrauchbarmachen von Waffen angeht. „Jedes einzelne Bauteil eines Gewehres und einer Pistole gilt bereits als eigenständige Waffe und gehört unter Verschluss“, sagt er. Deswegen ist zum Beispiel das mechanische Verstopfen des Laufs oder der Ausbau der Abzugs keine Alternative zu einem Spezialschrank.

Alle drei Jahre werden auch die Besitzer selbst auf ihre Tauglichkeit eine Waffe zu besitzen überprüft. Laut Kühlborn wurden seit 2010 nur von drei Personen die Besitzlizens eingezogen. Zum Tage, Hintergrund

Von Juri Auel

Quelle: HNA

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