Schornstein der Zuckerfabrik in Wabern steht seit Freitag wieder unter Dampf

Anzeichen für gute Ernte

Peter

Wabern. Die Zuckerrübenkampagne hat begonnen. Seit gestern 8 Uhr sollte der neu installierte Schornstein der Waberner Zuckerfabrik unter Dampf stehen.

Und die Mitarbeiter der Südzucker erwarten ein gutes Ergebnis. „Wir rechnen mit einer überdurchschnittlich guten Ernte“, sagte Peter Fecke, Leiter der Rübenabteilung im Südzuckerwerk in Wabern.

Pro Hektar Anbaufläche erwarte er 74 Tonnen Zuckerrüben. Im vergangenen Jahr waren es 78 Tonnen gewesen, das war allerdings absoluter Rekord. Die 74 Tonnen würden die zweitbeste Ernte bedeuten.

18 Prozent Zucker

Erste Proben der Rüben hätten einen Zuckergehalt von 18 Prozent ergeben, sagte Fecke weiter. Vermutlich werde das auch ungefähr der Wert bei der Ernte sein. „Das wäre gut“, lautet die Einschätzung des Experten. Zum Vergleich: Im vergangenen Rekordjahr lag der Zuckergehalt bei etwas über 18 Prozent.

Wenn die Fabrik angefahren ist, läuft sie ohne Pause, bis alle Rüben zu Zucker verarbeitet wurden. Fecke geht davon aus, dass die Kampagne vor Weihnachten beendet sein wird. Im vergangenen Jahr arbeiten die Mitarbeiter in Wabern die Feiertage durch.

Die Rüben werden an allen Tagen außer sonn- und feiertags nach Wabern gebracht. Dazu ist ein ausgefeilter Plan nötig. Die Rübenabteilung setzt dabei auf Computer. Meist sei es so, dass ein Rübenbauer, der in einem Jahr relativ früh liefert, im Folgejahr eher spät dran ist, erläutert Fecke.

Computer zeigt die Orte an

Die Lastwagen-Kolonnen und die Rübenmäuse – das sind Maschinen, die die Rüben aufladen – sind mit Geräten ausgerüstet, die anzeigen, wo sie als nächstes einen Schlag Rüben abholen sollen, ähnlich wie Navigationsgeräte beim Auto. HINTERGRUND

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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