Freiwillige legten mit Profis im Kloster Haydau einen Obstgarten an

Apfel, Pfirsich und Quitte

Mit Spaten und Schippe in den Haydauer Klostergarten: Diese Gruppe pflanzte am Freitag Obstbäume. Eine weitere Gruppe kam am Samstag. Allen Helferinnen und Helfern sagte Gartenbauarchitektin Regina Riedel herzlichen Dank. Alle Bäume sind mit einem Hinweisschild versehen. Fotos: Schaake

Altmorschen. Wenn es um ihr Kloster geht, dann packen die Mörscher kräftig zu. Über 40 Frauen und Männer haben am Wochenende bei zwei Arbeitseinsätzen 66 Obstbäume gepflanzt. Damit gestaltete der Förderverein Kloster Haydau nach historischem Vorbild einen weiteren Teil des Klostergartens.

Die Bäume kamen auf der Unteren Westterrasse in die Erde. Schon jetzt darf man sich auf das nächste Frühjahr freuen. Dann werden die Pfirsiche, Pflaumen, Quitten, Aprikosen und Renekloden schon blühen. „Die Äpfel später“, sagte Architektin Regina Riedel vom Kasseler Projektbüro Stadtlandschaft. Unter ihrer Regie wurden die Bäume am Freitag und Samstag fachmännisch gepflanzt.

„Alles hochmotivierte, prima Pflanzer. Wir haben alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten.“

Regina Riedel

„Das ist unser Kloster“, sagte Otto Wohlgemuth, einer der eifrigen Pflanzer und eines der mehr als 300 Mitglieder des Fördervereins. Der kümmert sich mit viel Liebe und Engagement um das sanierte Kloster und die Außenanlagen. Für die jüngste Pflanzaktion hatte die Obstmanufaktur Jan Bade aus Kaufungen alte Obstsorten zusammen gestellt. Aus alten Unterlagen weiß man, was früher rund um das Kloster wuchs und reifte. In einer Baumschule in Nothfelden bei Wolfhagen wurden die Bäume für Haydau seit einem Jahr vorgezogen. Nach den Worten von Regina Riedel war es die „allerletzte Aktion“ im Zuge der Förderung der Europäischen Union.

Zuvor waren am Kloster bereits 39 Obstbäume gepflanzt worden.

Nach der jüngsten Aktion zog Regina Riedel eine positive Bilanz: „Alles hochmotivierte, prima Pflanzer. Wir haben alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten.“ Dank des HNA-Berichts seien sogar Helfer aus Melsungen gekommen. Ein Ehepaar aus München, das im Hotel Kloster Haydau an einer Geburtstagsfeier teilnahm, sei mit ihrem 20 Monate alten Kind spazieren gegangen und habe spontan 40 Euro für eine Baum-Patenschaft gespendet.

Jeder darf probieren

Und was wird später mal aus den Früchten im Park? „Da darf jeder mal probieren”, sagt Regina Riedel, „wie bei einer Weinprobe“.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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