Grund sind Arbeiten an Stromtrasse

Gerüst schützt Autofahrer zwischen Felsberg und Melsungen

Ein Tor aus Stahl: Um die Autofahrer am Autobahnzubringer zu schützen, wurden zwei Stahlgerüste mit einem Sicherheitsnetz verbunden.
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Ein Tor aus Stahl: Um die Autofahrer am Autobahnzubringer zu schützen, wurden zwei Stahlgerüste mit einem Sicherheitsnetz verbunden.

Unübersehbar ist das riesige Stahlgerüst, was derzeit einen Teil des Autobahnzubringers zwischen Felsberg und Melsungen überspannt.

Melsungen – Wer von Felsberg nach Melsungen fährt, muss durch ein Tor fahren. Ein Tor aus Stahl und Schutznetz. Der Grund: Dort werden ab Ende April die Stromseile auf die Masten der 380 kV-Drehstromleitung Wahle-Mecklar gezogen. Das Netz dient der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, versichert Andreas Jäger vom Unternehmen Tennet, das die 230 Kilometer lange Stromleitung baut.

„Wir müssen gewappnet sein, falls mal was schief geht und beispielsweise ein Seil runterfällt.“ Aber das komme so gut wie nie vor, teilt Jäger weiter mit.

Der Bereich Melsungen liegt im Bauabschnitt 5 der Trasse und führt von Niestetal nach Mecklar. Der Abschnitt ist 65 Kilometer lang, dort werden 179 neue Masten aufgestellt. Zwei dieser Masten stehen direkt links und rechts der Bundesstraße 253 zwischen Felsberg und Melsungen.

Zu beiden Seiten der Straße wurde nun ein Schutzgerüst aus Stahl aufgebaut. Hierfür war eine Fachfirma aus Bochum vor Ort. Das Gerüst besteht aus zwei Gerüstwänden, die zehn Meter hoch und 50 Meter breit sind. Die Gerüstwände liegen im Unterabschnitt, der sich von Röhrenfurth nach Neumorschen erstreckt. In dem Bereich werden die Masten seit Ende Februar beseilt.

Die Arbeiten bei Melsungen sollen im September abgeschlossen sein, kündigt Jäger an. Die bestehende Bahnstromleitung Fulda-Körle wird dann auf dem Gestänge der neuen Leitung Wahle-Mecklar mitgeführt. Dann soll auch das Gerüst an der Bundesstraße wieder abgebaut werden. Der Rückbau kann nämlich erst erfolgen, wenn die Leiterseile der Bahnstromleitung zurückgezogen worden sind.

Die Stromtrasse Wahle-Mecklar wird die Netzknotenpunkte Wahle im Landkreis Peine in Niedersachsen und Mecklar in der Gemeinde Ludwigsau im Landkreis Hersfeld-Rotenburg verbinden.

Die 230 Kilometer lange Verbindung soll die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord-Süd-Achse erhöhen. 2024 soll sie in Betrieb gehen. (Claudia Feser)

Die Stromtrasse Wahle-Mecklar führt auch durch den Schwalm-Eder-Kreis.

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