DAK: Schwalm-Eder-Kreis schlechter als Landesdurchschnitt

Arbeitnehmer seltener krank als im Vorjahr

Sandra Kater

Schwalm-Eder. Die Arbeitnehmer im Schwalm-Eder-Kreis waren im vergangenen Jahr seltener krank als noch ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt sind die Krankenzahlen im Landkreis aber nach wie vor deutlich höher. Psychische Erkrankungen sind dabei auf dem Vormarsch.

Das geht aus einer Untersuchung der Deutschen Angestellten-Krankenkasse DAK bei ihren Mitgliedern hervor. Die Krankmeldungen sowie Befragungen wurden hochgerechnet, erläuterte Sandra Kater, Leiterin des DAK-Servicezentrums in Fritzlar. Demnach betrug im Jahr 2012 der Krankenstand 4,3 Prozent, pro 100 Versicherte waren also an jedem Tag rechnerisch 4,3 Arbeitnehmer krank gemeldet.

Zum Vergleich: Im Jahr 2011 hatte die Quote 4,5 Prozent betragen. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt steht der Landkreis jedoch schlechter da, hessenweit war die Quote 4,0 Prozent, bundesweit sogar nur 3,8 Prozent.

Ein vergleichsweise hoher Krankenstand trete oft in strukturschwachen Regionen auf, wo beispielsweise die Arbeitslosigkeit hoch sei, sagte Kater. Absoluter Spitzenreiter bei der Art der Krankheiten sind jene des Muskel-Skelett-Systems, also zum Beispiel Rücken- oder Knieschmerzen. Sie machen fast ein Viertel aller Krankheitssfälle aus (23,7 Prozent). Es folgen Atemwegserkrankungen (15 Prozent), zum Beispiel Erkältungen.

Psychische Krankheiten sind auf den 3. Platz der Rangliste aufgerückt (13,6 Prozent) und haben damit die Verletzungen (12 Prozent) überholt.

Besonders eklatant ist laut Statistik die Zunahme der Fehltage wegen psychischer Probleme. Von 2000 bis 2012 nahm sie in Hessen um 83 Prozent zu, bundesweit sogar um 85 Prozent.

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Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

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