Unterstützungsprojekt für Alleinerziehende im Schwalm-Eder-Kreis geplant

Arbeitsförderung wird zum Jobcenter

Schwalm-Eder. Aus der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsförderung wird ab dieser Woche das Jobcenter Schwalm-Eder. Für die Kunden ändert sich außer dem Namen nichts, alle Anlaufstellen bleiben erhalten, teilt Geschäftsführer Hans-Gerhard Gatzweiler mit.

Notwendig wurde die Änderung, weil das Bundesverfassungsgericht die Zusammenarbeit von Kommunen und Arbeitsagenturen für verfassungswidrig erklärt hatte. Nach einer Grundgesetzänderung hatte sich der Kreistag im Sommer mit großer Mehrheit für die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Agenturen Kassel und Marburg ausgesprochen. Die erforderlichen Verträge werden am 13. Januar unterzeichnet.

"Eigentlich könnten wir unter neuem Namen in bewährter Weise unser Arbeit fortsetzen, wenn da nicht die Sparmaßnahmen der Bundesregierung wären", kritisierte Gatzweiler. Durch Kürzungen bei Eingliederungsleistungen und Verwaltungskosten werde es Einschränkungen geben. So sinke die Zahl der Ein-Euro-Jobs von etwa 500 auf 200. Bei derzeit 160 Mitarbeitern werde das neue Job-Center 27,5 Personalstellen weniger haben (HNA berichtete).

Eine Finanzspritze von 200.000 Euro aus Bundes- und EU-Mitteln haben die Arbeitsförderer andererseits für ein Projekt zu erwarten, bei dem es um Unterstützungsmöglichkeiten für Alleinerziehende geht, berichtete Gatzweiler. Gemeinsam mit acht Partnern aus dem Kreis sei seine Behörde in das Bundesprogramm "Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende" aufgenommen worden. Die Arbeit beginne im April und sei auf zwei Jahre angelegt. (asz)

Quelle: HNA

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