Quoten in Fritzlar und Melsungen liegen bei 6,4 und 5,6 Prozent

Arbeitslosenzahl sinkt auf Rekordtief

Schwalm-Eder. Der April bescherte den drei Arbeitsamtsbezirken im Schwalm-Eder-Kreis hervorragende Ergebnisse. Im Bezirk Fritzlar-Homberg waren so wenige Menschen arbeitssuchend gemeldet wie seit 18 Jahren nicht mehr.

Die Quote lag bei 6,4 Prozent. Gemeldet sind derzeit 2812 Arbeitslose. Das ist die niedrigste Zahl seit 1992. Noch besser steht Melsungen da. Dort liegt die Quote bei 5,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,3 Prozent.

Der Grund für die Verbesserung ist die spürbare Belebung bei den Stellenzugängen. In Fritzlar wurden seit Januar 502 neue Stellen gemeldet. „Das sind 33 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres“, sagt Martin Büscher, Leiter der Geschäftsstelle Fritzlar. Im April 2009 lag die Quote in Fritzlar-Homberg bei 7,6 Prozent.

Die Schwerpunkte bei den Stellenangeboten im Landkreis liegen im Hotel- und Gaststättengewerbe, bei Pflegeberufen und bei Logistik- und Transportunternehmen.

Den größten Sprung schaffte die Arbeitsagentur Schwalmstadt. Die Quote sank im April zwar nur auf 7,1 – verbesserte sich aber im Vergleich zum Vorjahresmonat (8,4 Prozent) um 1,3 Prozentpunkte. Das sind 323 Arbeitslose weniger als noch im Vorjahr. „Der Frühjahrsaufschwung ist bei uns kräftig ausgefallen“, sagt Ulrich Schmittdiel von der Schwalmstadter Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit.

Ein weiterer Grund für die guten Zahlen sei die Struktur im Landkreis, sagt Fritzlars Chef Martin Büscher: ein solides Handwerk und mittelständische Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.

Der Solartechnik-Produzent SMA aus Kassel strahle bis in den Landkreis. Einen Aufschwung gebe es auch bei den den Zulieferfirmen und Logistikunternehmen, die für den VW-Konzern in Baunatal tätig sind. „Die Wirtschaftskrise hat andere Regionen in Deutschland stärker getroffen“, sagt Büscher. ZUM TAGE

Von Damai D. Dewert

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