16 Arbeitsplätze fallen weg

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Keine Arbeitsplätze mehr für bib-Mitarbeiter: Der Bereich Werbetechnik in Zierenberg, in dem Sonja Merle Behinderte anleitet, schließt zum Ende September. Im Hintergrund Hilmar Ludwig und Michael Conzelmann von der Baunataler Diakonie.

Zierenberg. Die Baunataler Integrationsbetriebe (bib), die zur Baunataler Diakonie Kassel gehören, bieten 175 behinderten Menschen Arbeitsplätze in Zierenberg, Baunatal und Kassel an.

Im Standort Zierenberg wurden bisher die Bereiche Metallverarbeitung, Werbetechnik und der Druckbereich angeboten. Zum Ende September gibt es für bib-Beschäftigte nur noch Arbeitsplätze in der Metallverarbeitung, die anderen Bereiche werden geschlossen. „Der Markt im Druck-Sektor hat sich in den letzten Jahren durch Großanbieter erheblich verändert. Wir haben starke Auftragsrückgänge. Hinzu kommt, dass das Integrationsamt die finanzielle Förderung für Integrationsbetriebe im letzten Jahr zurückgefahren hat, sodass wir in Tätigkeitsfeldern die mit dem Niedriglohnsektor in Konkurrenz stehen, dauerhaft nicht wirtschaftlich erfolgreich sein können", so Michael Conzelmann vom kaufmännichen Vorstand.

16 Mitarbeiter betroffen

Betroffen von der Schließung sind in Zierenberg 16 Mitarbeiter. Für alle werde man individuelle Lösungen innerhalb der bib finden, sagt Hilmar Ludwig, der den Arbeitsplatzwechsel vorbereitet.

Der Standort Zierenberg, der seit 28 Jahren besteht, sei nicht gefährdet. Zumal hier in der Raiffeisenstraße auch die Baunataler Werkstätten Arbeitsplätze für Menschen anbieten, die aufgrund ihrer Behinderung dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Da für diese Menschen eine höhere Förderung zur Verfügung stehe, könnten ihnen - im Gegensatz zu den bib-Mitarbeitern - auch weiterhin Tätigkeiten im Bereich Druck, Postversand und Werbetechnik angeboten werden, erklärt Conzelmann.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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