150 Sorgentieren muss geholfen werden - doch dem Verein geht das Geld aus

Arche funkt SOS: Igel in Not

Engagierte Igelfreundin: Die Zierenbergerin Helga Goldbeck-Rüger, selbst Fördermitglied des Vereins Igel-Arche, sucht weitere Unterstützer. Foto: pbb

Zierenberg. Die Igel-Arche e.V. in Zierenberg funkt SOS. Auch nach Aufnahme in der Auffangstation sind ihre kleinen stacheligen Bewohner in Not: Rund 150 abgelieferte untergewichtige oder kranke Igel müssen versorgt werden, doch das Geld ist aufgebraucht. Der Verein zur Rettung der Igel finanziert seine Arbeit durch Fördermitglieder, deren Beiträge die Kosten aber nicht mehr decken können.

Jeden Tag aber werden weitere hilflose Tiere bei der Igel-Arche abgegeben. Die Unterbringungsmöglichkeiten sind ausgeschöpft, ein weiteres Igelhaus müsste her. Der selbst notleidende Verein hat deshalb in diesem Monat eine Igelpaten-Suchaktion gestartet. „Schon fünf Euro im Monat von möglichst vielen Fördermitgliedern würden zahlreichen Igelchen das Leben retten“, sagt die Zierenbergerin Helga Goldbeck-Rüger.

Sie selbst ist längst Fördermitglied bei der Igel-Arche und scheut sich nicht, aufgrund der aktuellen Notlage des Vereins auf der Suche nach finanzieller Hilfe von Haus zu Haus zu gehen.

Problem: Große Würfe

Auch Einzelspenden von Nichtfördermitgliedern oder die persönliche ehrenamtliche Mitarbeit in der vom Igel-Arche-Vorsitzenden Rüdiger Rister geleiteten Rettungsstation würden, so die Igelfreundin, weiterhelfen.

Das besondere Problem dieses Jahres: Es ist bei den Igeln besonders fruchtbar ausgefallen. Nach durchschnittlichen Wurfgrößen in den Vorjahren von drei bis fünf Tieren werden jetzt sogar Würfe mit fünf bis sieben Igelwelpen beobachtet. Verstärkt hat sich laut Igel-Arche zudem der Anteil der weiblichen Tiere.

In der Folge kommen mehr säugende Mütter, besonders auch durch den Straßenverkehr, ums Leben und hinterlassen umherirrende hungrige Igelbabys.

„Wer jetzt hilft“, sagt Igelfreundin Helga Goldbeck-Rüger, „hat im kommenden Frühjahr Anlass zur Freude“. Dann, nach den Eisheiligen, werden die geretteten Stachelträger zurück in die Natur entlassen.

Im Gebiet der ostwestfälischen Senne finden sie einen optimalen Lebensraum. Kontakt: 1. Vorsitzender Rüdiger Rister, 05606/5516846, oder Helga Goldbeck-Rüger, 05606/2745 Spendenkonto: Igel-Arche e.V., Volksbank Paderborn, Kto. Nr. 8731521500, BLZ 47260121

Von Dorina Binienda-Beer

Quelle: HNA

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