Feuerwehr im Einsatz

Frau stöhnt in Wohnung - dann reagiert sie nicht mehr: Arzt befürchtet Lebensgefahr!

Ein Feuerwehrmann setzt vor einer Wohnungstür schweres Werkzeug ein.
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Feuerwehrleute setzten schweres Werkzeug ein, um zu der möglicherweise in Gefahr schwebenden Frau zu kommen.

Verwandte hören eine Frau in einer Wohnung stöhnen. Der alarmierte Notarzt befürchtet Lebensgefahr. Doch die Feuerwehr kann die Wohnungstür nicht öffnen.

  • In Melsungen muss die Feuerwehr eine Haustür öffnen.
  • Verwandte hören eine Frau stöhnen - doch auf Klopen und Klingeln reagiert sie nicht.
  • Der Notarzt befürchtet Lebensgefahr - doch die Haustür lässt sich nicht öffnen.

Melsungen - Zu einer Türöffnung wurde die Freiwillige Feuerwehr Melsungen am Freitagabend (20.11.2020) alarmiert. Rettungsdienst und Polizei hatten die Amtshilfe der Feuerwehr kurz vor 19 Uhr angefordert. In einem mehrstöckigen Haus im Unteren Bachfeld meldete sich eine ältere Dame auf Klopfen und Klingeln in ihrer Wohnung nicht. Verwandte hatten aber Geräusche aus der Wohnung gehört und sie waren sich auch sicher, dass sie die Bewohnerin stöhnen gehört hatten. Auf Rufen reagierte sie nicht.

Das was für die Feuerwehrleute normalterweise Routine und innerhalb weniger Minuten erledigt ist, erwies sich in diesem Fall, aus zwei Gründen, doch problematischer. Zum einen hatte die 79-Jährige den Schlüssel von innen in der Wohnungstür stecken gelassen, zum anderen hatte vor dem Eintreffen der Feuerwehr schon jemand versucht, das Schloss mit einer Bohrmaschine zu öffnen.

Notarzt befürchtet Lebensgefahr: Feuerwehr verschafft Zugang zur Wohnung

Daher war der Einsatz des Feuerwehrspezialwerkzeuges nicht möglich. Da der Notarzt aber Lebensgefahr für die ältere Dame befürchtete, wurde ein zweiter Zugang zu der Wohnung über den Balkon geschaffen, um ihr schnell helfen zu können.

Einsatzkräfte stellten eine Steckleiter an dem stark abschüssigen Grundstück auf und stiegen so auf den Balkon. Nachdem eine Scheibe zertrümmert worden war, kamen auch der Notarzt und ein Rettungssanitäter auf diesem Weg zu der Dame, die schwere gesundheitliche Probleme hatte.

Arzt befürchtet Lebensgefahr: Mehrere Feuerwehreinleute waren im Einsatz.

Feuerwehr öffnet Tür: Frau kann versorgt werden

Sie konnte jetzt vor Ort versorgt werden. Um aber in den Rettungswagen gebracht zu werden, musste die Eingangstür mit einem Trennschleifer geöffnet werden. Nachdem die Dame abtransportiert worden war, wurden von den Feuerwehrleuten die Glasscheibe in der Balkontür und die Wohnungstür notdürftig instandgesetzt und die Wohnung anschließend an die Angehörigen der Dame übergeben.

Erst gegen 20.30 Uhr war der Einsatz für die 16 Feuerwehrleute beendet. Die Einsatzleitung hatte Benjamin Gerhold. Während der gesamten Einsatzdauer war die Straße Unteres Bachfeld nicht befahrbar. (Helmut Wenderoth)

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