Die Arztsuche geht weiter

Dr. Rolf-Dieter Bork sucht weiter Nachfolger - Gemeinde hat neue Ideen

Sucht fleißig weiter: Dr. Rolf-Dieter Bork möchte noch unbedingt einen Nachfolger für seine Praxis in Remsfeld finden. Foto: Thiery

Remsfeld. Er will weiter durchhalten: Dr. Rolf-Dieter Bork sucht noch immer einen Nachfolger für seine Praxis. Bis jetzt sei aber noch niemand in Sicht, sagte er. Diese Woche kursierte das Gerücht im Ort, es habe nun endlich geklappt. Das kommt immer vor.

Die Spekulationen um die Nachfolge des Remsfelder Arztes reißen nicht ab. Diese Woche habe sich lediglich eine junge Kollegin vorgestellt, die Interesse hat, sagte Bork. Das sei aber nur ein erstes Gespräch gewesen, der Ausgang ungewiss. Was aber weiter klar ist, Bork will so lange weiter suchen bis ein Nachfolger gefunden ist.

„Ich könnte mit meinen 70 Jahren längst das schönste Ruhestandsalter genießen.“

Gerade der Standort in Remsfeld sei wegen seiner zentralen Lage noch lukrativ. Aus der Sicht des 70-Jährigen müsse die ärztliche Versorgung in Knüllwald gewährleistet sein.

Die beiden Kollegen in Oberbeisheim, Dr. Wolfgang Hennig, und in Rengshausen, Klaus Wirth, wollen in einigen Jahren ebenfalls in Rente gehen. Dann sei eine Versorgung in Remsfeld doppelt wichtig, da es in den Dörfern noch schwieriger sein werde, einen Nachfolger zu finden. Im schlimmsten Fall werde es in ganz Knüllwald keinen Hausarzt mehr geben.

Bork ist auch enttäuscht von der Politik. „Da wird viel versprochen, aber es passiert nichts“, sagte er. „Ich könnte mit meinen 70 Jahren längst das schönste Ruhestandsalter genießen“, sagte er. Das habe ihm ein Bekannter gesagt. Er sucht nun aber schon seit fünf Jahren einen Nachfolger.

Knüllwalds Bürgermeister schaut sich auch nach anderen Lösungen für die Gemeinde um. „Das Einfachste wäre es natürlich, wenn sich Nachfolger in den Praxen fänden“, sagte er. Aber er arbeite auch an anderen Ideen, um die ärztliche Versorgung für Knüllwald zu sichern.

Ungarn in den Knüll

Seine neueste Idee ist es, junge Ärzte aus Ungarn für diesen Job zu begeistern. Gemeinsam mit dem Malsfelder Bürgermeister Herbert Vaupel sucht er in dem Balkanland nach ärztlichen Kräften, da beide dort private Kontakte haben.

Müller kann es sich vorstellen, auch einen Arzt bei der Gemeinde zu beschäftigen. Er will Interessenten mit geregelten Arbeitszeiten locken, bürokratische Vorgänge in der Praxis könnten von der Gemeinde übernommen werden. Es gebe bereits Interessenten und Kontakte. Bislang habe es noch rechtliche Probleme gegeben, aber auch da stünden Lösungen an.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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