Elementarteilchen aus Hausbrand können die Gesundheit gefährden

Asche, Ruß und Feinstaub

In Sachen Hausbrand und Feinstaub beraten im Schwalm-Eder-Kreis Schornsteinfeger und Techniker aus 22 Kehrbezirken: von links Lothar Fiedler, Uwe Schultheiß, Dieter Merz, Volker Bosold, Thomas Pape, Stephan Bader, Horst Matthias, Jörg Range, Martin Jäckel, Frank Model, Stephan Degenhardt, Willi Müller, Thomas Bubenheim, Bernd Klinkmüller, Ralf Schmidt, Markus Schwamberger, Thomas Münzer, Burkhard Schraub, Uwe Baier und Bernd Jäger bei einem Arbeitstreffen in Fritzlar. Foto: Kasiewicz

Schwalm-Eder. Umwelt schützen, Kosten senken – das sind Schlagworte auf dem Deckblatt einer Informationsbroschüre, mit der die Naturkraft-Region Schwalm-Eder über richtiges Heizen mit Holz informiert. Die Schornsteinfeger-Innung fügt noch einen wichtigen Punkt hinzu: Die Menschen müssen nach Möglichkeit vor schädlichem Feinstaub geschützt werden.

„Wir reden seit Jahren immer mehr über Feinstaub“, sagt Innungsobermeister Karl Heinz Hupfeld. Dabei gefährden Feinstäube Kinder und Immunschwache besonders, erläutert Innungstechniker Michael Maurer ein Problem, das sich seit Jahren verschärft. Unter den vielen Gründen dafür finden sich nach Innungsangaben eine Zunahme des Straßenverkehrs, aber auch ein Mehr an genutzten Kamin- und Kachelöfen. Dabei geht die Schornsteinfeger-Innung mit Sitz in Guxhagen für die vergangenen zehn Jahre im Schwalm-Eder-Kreis von einem Anstieg der Feuerstellen um rund 30 Prozent aus. Gerade in holzreichen Gegenden wie dem Knüll nutzten viele die Gelegenheit, unabhängiger von anderen Brennstoffen zu werden, selbst Holz zu machen und so Geld zu sparen. Bundesweit verursache der Hausbrand rund acht Prozent der Feinstäube.

Auf der Kehrseite wohliger Wärme vorm Ofen steht Feinstaub. Der Gesetzgeber hat die Grenzwerte für Kamin- und Kachelöfen in mehreren Stufen von zunächst 150 auf vier Milligramm je Kubikmeter begrenzt und Übergangsfristen für bestehende Anlagen im Extremfall bis zum Jahrsende 2024 eingeräumt.

Asche, Staub und Kohlenstoff aus Hausbrand rücken immer dann als Feinstaub ins Blickfeld, wenn sie sich als Elementarteilchen einen Weg durch die Schleimhäute bis in die Blutbahn und zu den Organen bahnen und gesundheitliche Schäden anrichten können, erläutert Maurer. Minimieren könne man das Feinstaubaufkommen unter anderem durch qualitativ hochwertige Öfen, durch Filtersysteme in bestehenden Anlagen und Feuerstellen mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad. Über Details informiert die Schornsteinfeger-Innung regelmäßig kostenlos dienstags zwischen 14 und 18 Uhr. (lgr)

Kontakt Tel. 0 56 65 / 92 19 46

Quelle: HNA

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