Malerin Ingeborg Zinn aus Mörshausen erhält Kunstpreis für eines ihrer Werke von spanischer Galerie Esart

Mit Asche und Wasser zum Sieg

Farbgewalt: Künstlerin Ingeborg Zinn inmitten ihrer Gemälde in ihrem Atelier in Mörshausen. Foto: Leissa

Mörshausen. Die Bilder von Ingeborg Zinn aus Mörshausen haben bereits eine weite Reise hinter sich. Ein Werk der Malerin ist in einer Kunstgalerie in Barcelona zu sehen. Mehr als das: Das abstrakte Gemälde „Im Jahr des Drachen“ wurden sogar prämiert.

Das Besondere daran: Mit der Auszeichnung sollen bislang nocht nicht so bekannte Künstler bekannter gemacht und unterstützt werden. Kritiker bewerten in den Kategorien Malerei, Bildhauerei und Fotografie und vergeben die Preise – ausschließlich an unbekannte Künstler.

Auf deren Werke stoßen sie häufig im Internet. So war es wohl auch bei Ingeborg Zinn, die ihre Bilder nicht nur in der Region und deutschlandweit bei Ausstellungen, sondern auch im Internet vorstellt und anbietet.

Ihre erste Auszeichnung

Die ausgewählten Bilder sind dann in der Ausstellung Salón Internacional Esart Galería in Spanien zu sehen. Ingeborg Zinn freut sich über die Auszeichnung in der Kategorie Malerei, denn es ist ihre erste: „Ich konnte leider nicht am Eröffnungstermin der Ausstellung dabei sein, aber zur Preisverleihung am 31. Januar will ich definitiv hin“, sagt sie. Nur noch ein Problem muss sie davor lösen: Da ihr die gute Nachricht recht kurzfristig von dem Galeristen Jordi Jové mitgeteilt wurde, habe sie noch kein Hotel. Doch das finde sich in der zweitgrößten Stadt Spaniens sicherlich schnell, hofft Zinn.

Das Gewinnerbild sei eines ihrer typischen Herbstbilder, erklärt Zinn. Es sei farbenfroh, aber auch persönlich. Im Sommer komme ihre Inspiration aus der Natur: Sie male dann wild und wasserreich. Der Winter dagegen sei ihre Zeit der Planung. Da versuche sie sich an ruhigeren Konzepten und portraitiere ihre Sicht des Alltags. Experimentierfreudig ist sie dabei allemal: Viele ihrer jüngsten Werke malte sie ganz ohne Pinsel. Am liebsten arbeite sie mit der Spachteltechnik und setze dafür neben Malmesser auch Pfannenwender, Kuchenteigschaber und Tortenspritzen ein.

Ihre Kunst arrangiert sie im Collage-Stil, und nicht selten findet man darauf Erde oder Asche. So auch auf dem nun ausgezeichneten Bild „Im Jahr des Drachen“, welches sie bereits 2012 malte und das mit einer Mischtechnik aus Farbe, Asche und viel Wasser gemalt wurde.

Auch in Homberg zu sehen

Nicht nur in Barcelona würdigt man die abstrakte Malerei von Ingeborg Zinn. Darüber hinaus waren ihre Bilder schon in Ausstellungen in Dresden, Frankreich und sogar Shanghai zu sehen.

Und wer die Bilder von Ingeborg Zinn gerne sehen möchte, muss derzeit nicht unbedingt weit reisen. Auch in der Dauerausstellung in der Homberger Untergasse – bei Hörakustik Auel – gibt es zehn ihrer Bilder zu sehen.

Wer im Internet auf die Suche nach ihren Werken gehen möchte, findet sie unter anderem hier: www.artoffer.com/ingeborg-zinn

Von Margarete Leissa

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare