Asklepios-Kliniken: 80 Mitarbeiter streiken für mehr Lohn

Schwalm-Eder. Etwa 80 Mitarbeiter der Asklepios Schwalm-Eder-Kliniken in Schwalmstadt und Melsungen sind am Mittwoch zu einer Verdi-Kundgebung vor dem Klinikum Schwalmstadt gekommen. Die Kundgebung war Teil eines ganztägigen Warnstreiks.

Laut Betriebsratsvorsitzenden Klaus Bölling wollen die Streikenden damit den Druck auf die Geschäftsleitung erhöhen, mit der Gewerkschaft Tarifverhandlungen aufzunehmen.

"Wir fordern 7,5 Prozent mehr Lohn für die rund 650 Beschäftigten", sagt Heike Grau, Verdi-Gewerkschaftssekretärin im Fachbereich Gesundheit. Zur Zeit werden die Mitarbeiter nach einem Tarif bezahlt, den die Asklepiosklinik mit der Vereinigung DHV/medsonet ausgehandelt hat.

Die Geschäftsführung der Asklepios-Kliniken Schwalm-Eder sehe keinen Grund, Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi aufzunehmen. Das sagt der Regional-Geschäftsführer der Asklepioskliniken, Dr. Dirk M. Fellermann, auf Anfrage der HNA.

Aktualisiert um 12.15 Uhr

"Würden wir auf die Forderungen der Gewerkschaft eingehen, müssten die Kliniken 35 Arbeitsplätze abbauen", sagt Fellermann. Das Gehaltsniveau der Asklepios-Kliniken in Schwalmstadt und Melsungen sei zudem im Vergleich zu anderen Krankenhäusern in der Region auf gleichen oder sogar höhrem Niveau.

Laut Bölling ist medsonet eine Pseudo-Gewerkschaft, in der keiner der Mitarbeiter der Schwalm-Eder-Kliniken organisiert ist. Beschäftigte mit diesem Tarifvertrag verdienen laut Verdi deutlich weniger, als Beschäftigte, mit anderen Tarifverträgen.

Eine Krankenschwester mit dem aktuellen Tarifvertrag verdiene zum Beispiel bis zu 375 Euro weniger im Monat, als eine Krankenschwester, die nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt wird.

Nach der Kundgebung trafen sich die Streikenden zu einem gemeinsamen Frühstück. Gegen 13.15 Uhr ist die Rückfahrt der Melsunger Mitarbeiter geplant. (dag)

Quelle: HNA

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