Stadt könnte Klinik für einen Euro haben

Asklepios will kein Flüchtlingsheim einrichten

Homberg. Der Fund des verdächtigen Behälters am ehemaligen Homberger Klinikum hat auch die Diskussion wieder aufleben lassen, was mit dem Gebäude, das seit Herbst 2010 leer steht, passieren könnte. Der Klinikbetreiber Asklepios beabsichtige nicht, dort ein Asylbewerber-Heim einzurichten.

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Das erklärte Dr. Christoph Engelbrecht, Geschäftsführer für die Asklepios-Kliniken im Schwalm-Eder-Kreis. „Wir haben keine Pläne, das Gebäude selbst wieder zu reaktivieren, auch nicht als Asylbewerberheim.“ Asklepios sei bereit, das ehemalige Krankenhaus an die Stadt für einen symbolischen Preis von einem Euro zu übertragen. Andere Interessenten gebe es nicht.

Eine Unterbringung von Flüchtlingen sei derzeit nicht geplant, erklärte Bürgermeister Martin Wagner auf Anfrage. Voraussetzung wären eine entsprechende Entscheidung der Stadtverordneten sowie eine Änderung der Bauleitplanung. Der Schwalm-Eder-Kreis habe zwar einen Bedarf an weiteren Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber, erklärt Büroleiter Michael Schneider auf HNA-Anfrage, doch sei das ehemalige Homberger Krankenhaus derzeit nicht im Gespräch. Für Proteste von Anwohnern und anderen Hombergern hatten Ende 2012 die Pläne von Asklepios, Stadt und Kreis gesorgt, in dem einstigen Krankenhaus eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende einzurichten. (hro/may)

Quelle: HNA

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