Umbauten haben sich verzögert

Asylbewerber kommen erst Ende Januar

Zuhause auf Zeit: Ende Januar sollen die Asylbewerber in das ehemalige Mannschaftsgebäude auf dem Gelände der Pommernanlage einziehen. Derzeit werden noch die Sanitäranlagen saniert. Foto: Ricken

Wolfhagen. Die Ankunft der Asylbewerber in der Wolfhager Pommernanlage verzögert sich. Nicht zum Jahresbeginn, sondern erst Ende Januar kommenden Jahres wird der Kreis die ersten Flüchtlinge am Bahnhof Wilhelmshöhe abholen.

"Immer mittwochs sollen dann nach und nach bis zu 60 Menschen nach Wolfhagen kommen“, sagt der Pressesprecher des Landkreises, Harald Kühlborn. Grund für die Verzögerung wären die Sanierungsarbeiten an dem ehemaligen Mannschaftsgebäude der Bundeswehr. Diese seien zwar prinzipiell als Unterkünfte gut geeignet, müssten jedoch im Sanitärbereich modernisiert werden. Dies nehme noch etwas Zeit in Anspruch.

Die Asylbewerber, die nach Wolfhagen kommen, befinden sich bereits in Deutschland. Sie durchlaufen zunächst die Auffanglager in Niedersachsen, Nordrhein Westfalen oder Bayern. Hier finde bereits eine Vorprüfung der Asylberechtigung statt, erklärt Kühlborn. Erst danach wanderten die Asylbewerber über die hessische Zentralstelle in Gießen nach Wolfhagen.

Insgesamt richtet der Kreis drei neue Unterkünfte für Asylbewerber ein, weil die Zahl der Zuweisungen vom Regierungspräsidium Darmstadt in diesem Jahr wieder deutlich gestiegen ist.

Die Zahl der zu Jahresbeginn 300 Asylbewerber im Kreis ist bis Jahresende um 280 Menschen angestiegen. Im vergangenen Jahr waren es noch 108 Neuankömmlinge. Grund für den Anstieg sind die zunehmenden Krisenherde in der Welt.

Während in der Pommernanlage die Vorbereitungen für die Ankunft der Asylbewerber auf Hochtouren laufen, hat sich im Altkreis Wolfhagen eine Diakonische Arbeitsgruppe für Flüchtlinge und Asylbewerber gegründet. Dabei erarbeiten das Diakonische Werk, der Kirchenkreis samt Jugendarbeit, evangelische und katholische Kirche sowie die SELK an Konzepten zur Unterstützung der Flüchtlinge.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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