Rückkauf von Eon Mitte ist das Ziel

Auch 124 Kommunen wollen die EAM zurück

Schwalm-Eder. Im Poker um den Rückkauf des Stromversorgers Eon Mitte wollen neben den zwölf Landkreisen und der Stadt Göttingen, die noch Anteile halten, auch die Städte und Gemeinden eine gewichtige Rolle spielen.

124 Kommunen aus Hessen, Südniedersachsen sowie Randgebieten von Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben Interesse an dem Geschäft.

Ziel sei es, dass die Städte und Gemeinden bei einer Neugründung der früheren EAM 49,9 Prozent der Anteile übernehmen, die Landkreise und Göttingen 50,1 Prozent, berichtete Borkens Bürgermeister Bernd Heßler. Er ist Sprecher eines Lenkungsausschusses der Kommunen, die die Netzkonzessionen vergeben.

Der Wert des Unternehmens (ohne die Sparte Vertrieb) sei von Gutachtern mit 926 Millionen Euro ermittelt worden. Die Landkreise und Göttingen halten bereits Anteile von 26,7 Prozent. Ein Kaufpreis von 617 Millionen Euro müsste von den Altaktionären sowie den Kommunen aufgebracht werden. Wenn die Kommunen 49,9 Prozent der Geschäftsanteile übernehmen wollten, müssten sie 462 Millionen tragen.

Schon bis Ende des Jahres soll das Geschäft zwischen der Eon und den Altaktionären abgeschlossen sein. Sie bringen zunächst den gesamten Kaufpreis auf. Erst dann ginge es an die Gründung der EAM unter Beteiligung der Städte und Gemeinden. Wie die Landkreise würden auch die Kommunen ihre Einlagen überwiegend aus den zu erwartenden Dividenden finanzieren.

Banken müssten den Großteil des Geldes vorstrecken. In 20 Jahren könnten die Verbindlichkeiten abgetragen sein. Dann stünden die Erträge den Kommunen voll zur Verfügung. Zehn Prozent des erforderlichen Kapitals müssten die Kommunen laut Heßler aus Eigenmitteln aufbringen. Das sei derzeit die Grundlage für Verhandlungen mit Banken.

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Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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