Lage vergleichsweise gut

Landkreis bekommt Euro-Krise zu spüren - Lage vergleichsweise gut

Schwalm-Eder. Die Euro-Krise wird ein Viertel aller Belegschaften in deutschen Unternehmen treffen - Das geht aus einer Umfrage des Wirtschaftsinstituts Ifo hervor. Jedes vierte Unternehmen will Veränderungen am Personal vornehmen. Auch am Schwalm-Eder-Kreis wird die Krise nicht spurlos vorbeigehen.

Nach den Erfolgsmeldungen der vergangenen Jahre müsse man sich „auf deutlich ruhigeres Fahrwasser gefasst machen“, sagt Thomas Rudolff von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel. Von einer Krise könne man aber nicht sprechen.

43.710 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gibt es im Schwalm-Eder-Kreis. Dass sich daran etwas ändert und Massenentlassungen drohen, halten Experten für unrealistisch. „Wir können uns aber der Euro-Krise nicht ganz entziehen, das wäre Träumerei“, sagt Wolfgang Scholz von der Kreishandwerkerschaft.

Doch speziell im Handwerk seien die Ausschläge kleiner wie in Branchen, die exportorientiert seien. „Wir bekommen von größeren Betrieben nicht die Rückmeldung, dass es drastisch bergab geht.“ Zudem gehe es dem Handwerk noch besser als anderen Branchen. Statt bei 0,8 Prozent liege man zwischen 1 und 1,5 Prozent Wachstum.

Unternehmen in Kurzarbeit

„Man merkt schon, dass sich die Konjunktur abschwächt“, sagt Andreas Fischer vom IHK-Servicezentrum Schwalm-Eder. Das eine oder andere Unternehmen - etwa Konvekta in Schwalmstadt - befinde sich in Kurzarbeit. Ingesamt sei man aber in einer guten Situation, von der Deutschlands Nachbarn nur träumen könnten. Im Landkreis habe man zudem große Unternehmen, die nicht nur auf den europäischen Markt angewiesen seien.

Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage will die IHK Kassel in den nächsten Wochen bekannt geben.

Von Göran Gehlen

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare