Parlament beschloss Höchstsätze für Abwasser

Auch Regenwasser kostet nun Geld

Gilserberg. Im kommenden Jahr werden sich die Kosten für das Abwasser in Gilserberg ändern. Die Parlament beschloss in der jüngsten Sitzung die Höchstsätze für die Gebühren, die ab Januar mit der gesplitteten Abwassergebühr anfallen.

So deckelten die Gemeindevertreter die Gebühr für Schmutzwasser, dessen Verbrauch sich auch weiterhin am Frischwasser orientiert, auf 4 Euro pro Kubikmeter. Bisher zahlten die Gilserberger 3,85 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser. Neu bei der gesplitteten Abwassergebühr ist die Berechnung des Niederschlagswassers. Zukünftig werden dafür pro Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche bis zu 1,20 Euro erhoben.

Doch: Bei dem einstimmigen Beschluss handelt es sich um Maximalwerte. „Diese Gebührenhöhe wird nicht erreicht“, betonten Bürgermeister Rainer Barth und Martin Dippel (SPD). Im Laufe des kommenden Jahres wird das Parlament die endgültige Gebührenhöhe festlegen.

Ein Ingenieurbüro erstellt dafür die Berechnungen. „Es wird ein Betrag errechnet, den wir nehmen müssten“, sagte Barth gegenüber der HNA, doch letztlich entscheide das Parlament, was den Bürgern zuzumuten sei.

Seit mehreren Jahren decken die Abwassergebühren der Gemeinde nicht die Kosten der Schmutzwasserentsorgung. Laut Gesetz sollen die Gebühren jedoch kostendeckend sein.

Im Vorfeld zur Einführung der gesplitteten Abwassergebühr wurde die Gemeinde überflogen, Grundstückseigentümer hatten Erhebungsbögen zur Ermittlung der Versiegelungsflächen auszufüllen. Laut Barth sind alle Erhebungsbögen zurückgekommen, das Ingenieurbüro beginnt nun mit den Berechnungen für die Gebühren. (cls)

Quelle: HNA

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