Weckesser bleibt Audi-Service-Partner und verkauft Neuwagen in Kooperation

Veränderungen: Die Wilhelm Weckesser GmbH in Ziegenhain hat ihren Audi-Vertriebsvertrag zurückgegeben. Foto: Quehl

Schwalmstadt/Homberg. Das Autohaus Weckesser hat seinen Audi-Vertriebsvertrag zurückgegeben. Das bestätigte Geschäftsführer Andreas Weckesser gegenüber der HNA. Der Vertrag sei freiwillig zum Monatsende Juli abgegeben worden, damit endete der Audi-Neuwagenvertrieb.

„Nach wie vor sind wir starker Audi-Service-Partner“, sagte Weckesser. Seit 1975 besaß Weckesser den Audi-Vertriebsvertrag.

Für Gerüchte hatte in der Schwalm gesorgt, dass auf dem Betriebsgelände des Audi-Autohauses an der Ziegenhainer Festungsstraße der Pylon (Werbetafel) mit den Audi-Insignien verhangen beziehungsweise entfernt wurde.

Andreas Weckesser erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass nach wie vor Neufahrzeuge der Marke verkauft werden, „allerdings in Kooperation, das heißt als sogenannter EU-Vermittler“. Der Pylon habe für den Vertriebsvertrag gestanden, „deshalb die Demontage und Umgestaltung“. Das Servicezeichen von Audi sei bestellt und werde in ein paar Tagen montiert, „die Audi-Fahnen wehen auf Vollmast“. Als Grund für das Vertragsende nannte Weckesser, dass Audi eine Premiummarke mit hohen Anforderungen an die Optik des Betriebes, an die Vorhaltung von Ausstellungs- und Vorführwagen sowie an die Verkäuferanzahl und -ausbildung stelle. Weckesser sei stets ein sehr kleiner Audi-Neuwagenhändler mit cirka. 100 verkauften neuen Audis pro Jahr gewesen. Die Standards der Audi AG sähen jedoch mindestens 300 Neuwagen vor. Erst dann sei eine gute Rendite zu erzielen, „unsere Rendite bei Audi hatte seit mehreren Jahren ein Minus als Vorzeichen“.

Über die betriebswirtschaftlichen Gründe hinaus sei für den Schritt entscheidend gewesen, dass weitere Verluste aus dem Neuwagengeschäft auf Kosten von VW oder dem Servicebereich der Werkstatt gegangen wären, so Weckesser. „Wir beschäftigen in der Wilhelm Weckesser GmbH knapp 60 Mitarbeiter“, eine andere Entscheidung „hätte unter Umständen Arbeitsplätze gekostet“. Er habe durchaus Bedenken gehabt, „am schwierigsten war der Weg bis zur Entscheidung“.

Weckesser betonte, nach wie vor eigenständiger Servicepartner von Audi zu sein, erst vorigen Monat sei ein Werkstatt-Test bei Audi mit Bravour gemeistert worden. Man hoffe nun, dass die Audi-Kunden im Neuwagenbereich Treue zeigten, das Hauptaugenmerk liege aber auf der Werkstatt. (aqu) Foto: Archiv

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Quelle: HNA

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