Auf Altem Friedhof in Fritzlar soll Stätte für Sternenkinder entstehen

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Auf dem Alten Friedhof in Fritzlar sind bald wieder Bestattungen möglich: Der Friedhof an der Georgengasse wird umgestaltet und bietet Platz für bis zu 250 Urnenrasengräbern. 

Fritzlar. Auf dem Alten Friedhof in Fritzlar soll eine Gedenk- und Beisetzungsstätte für Sternenkinder entstehen. Das haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend entschieden.

Damit wird ein Ort für die Kinder geschaffen, die bis zum sechsten  Schwangerschaftsmonat vor, während oder nach der Geburt versterben.

FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Richard Gronemeyer bezeichnete die Gedenk- und Beisetzungsstätte als „Zeichen des Respekts und das Mitgefühls“. Sie ist nur ein Teil einer umfangreichen Umgestaltung des Alten Friedhofs an der Georgengasse.

Die Urnengräber

Dr. Hans-Gerhardt Heil sprach von einem Herzenswunsch. Viele Bürger aus der Altstadt wünschten sich, dass wieder Bestattungen auf dem Alten Friedhof möglich sind, erklärte der Fraktionsvorsitzende der CDU. Seit dem Jahr 1980 finden dort keine Beisetzungen mehr statt. Dies soll sich nun ändern.

Geplant ist ein reines Urnenrasengrabfeld für bis zu 250 Urnen. Dies würde den „neuen“ Friedhof Geismarrain entlasten und die parkähnliche Struktur des Alten Friedhofs nicht zerstören, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung. Die Nutzungszeiten der bestehenden Grabstätten sollen nicht verlängert werden. Sie laufen bis zum Jahr 2043 schrittweise aus.

Bereits im Jahr 2016 hatten sich die Stadtverordneten für eine Umgestaltung des Alten Friedhofs zu einem barrierefreien Friedpark ausgesprochen. Die Parteien möchten damit mitten in Fritzlar einen Ort der Ruhe, Besinnung und Erholung schaffen.

Das Kriegerdenkmal

Einen Platz auf dem Alten Friedhof soll das Kriegerdenkmal erhalten. Es erinnert an die aus Fritzlar stammenden Gefallenen des deutsch-französischen Krieges 1870/1871 und stand zuletzt am Hospital zum Heiligen Geist. Der Verein Pro Fritzlar finanziert die etwa 11 000 Euro teure Umsetzung aus Spenden. Auf einer Tafel sollen die geschichtlichen Hintergründe erläutert werden. Gronemeyer hatte noch eine Anregung. Die Fritzlarer sollten sich Gedanken machen, ob sie den neuen Friedhof für weitere Bestattungsformen öffnen. Etwa für Gläubige anderer Religionen, die ein oder zwei Generationen hier gelebt haben.

Quelle: HNA

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