Auftakt des Kabarett-Wettbewerbs: „Lecker kann ich kucken“

Spitze Zungen und Langweile vor dem TV: Ecco Meineke (links) sowie das Parkbankduo Michael Tumbrinck (großes Foto, links) und Michael „Stani” Greifenberg sorgten für einen tollen Auftakt des Kabarett-Wettbewerbs. Fotos: Gehlen

Melsungen. „Bloß nichts verpassen“ - das war offensichtlich das Motto der 380 Melsunger am Montagabend. Sie saßen nämlich längst bei einem Gläschen an den langen Tischen der Kulturfabrik, als der 18. Melsunger Kabarett-Wettbewerb begann.

Hautnah und spannungsgeladen präsentierten die ersten Kandidaten ihr Programm. HR-Moderator Uwe Becker war in seinem Element. Gekonnt begleitete er ein erwartungsvolles Publikum durch den Abend, ein Publikum mit Humor, das ein westfälisch geprägtes „Parkbankduo“ mit derselben Offenheit empfing wie einen Hochdeutschspezialisten aus München.

Der Mann der Stunde, Ecco Meineke, nahm sie mit, die Menschen, auf seine Belichtungsreise der politisch, gesellschaftlich und sportlich gefakten Verhältnisse von heute. Adel und Königshäuser stehen bei ihm mit Politikern auf einer Stufe und im Schatten des Rampenlichts.

Mit Gesang und Grimasse, unter Beugen und Beifall, führte er seine Zuhörer in die wahren Hintergründe einer „reinen Schimmelkultur“. Norbert Blüm aus dem Schweigen rettend erklärte er: „Die Renten sind sicher... nicht so üppig.“ Und mit Rücken zu den Zuschauern zeigte er sein „enges Verhältnis zum Publikum“- wobei er die ein oder andere eingehende SMS in seinen Vortrag einbezog.

Vor aufmerksamen Zuhörern verkündete Meineke: „Facebook ist die Stasi-Akte von morgen.“ Und er lässt niemanden im Ungewissen über seine Abneigung gegen Sport, denn „da trifft man auf schlimmste Verwachsungen - 50 Meter Brust!“ Sogar Strauss-Kahn wäre aufgefallen, dass das Prostituierte sind.

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Von Gerhild Peters

Quelle: HNA

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