Wer in seine Immobilie investieren will, sollte nicht warten

Auftragsbücher des Handwerks sind voll

Wolfgang Scholz

Schwalm-Eder. Das Jahr ist noch jung, doch wer 2012 Investitionen in und am Eigenheim plant, sollte sich mit dem Auftrag durchaus sputen, denn die Auftragsbücher des heimischen Handwerks füllen sich.

Wolfgang Scholz von der Kreishandwerkerschaft rechnet für das angebrochene Jahr noch einmal mit einem Plus. Zwar werde es nicht, wie im vergangenen Jahr, bis zu vier Prozent betragen, doch eine Steigerung um ein bis zwei Prozentpunkte hält der Pressesprecher für möglich.

Ein Grund dafür sei die wirtschaftliche Großwetterlage in Europa: „Die Leute nehmen wahr, wie labil die Situation an den Finanzmärkten ist. Da zieht mancher eine fällige Investition lieber vor, und die energetische Gebäudesanierung ist sowieso ein Riesenthema.“

Der Zweifel über die Währungsstabilität sorge darüber hinaus weiter für einen Anlageboom bei Immobilien. Die Betriebe würden derzeit vom Aufschwung erfasst, viele Handwerker kämen aktuell kaum zum Luftholen.

Das freilich sei kein Dauerzustand, und schon heute holen sich heimische Betriebe die Hälfte ihrer Aufträge außerhalb des Landkreises: „Wenn die Betriebe überleben wollen, müssen sie auch anderswo Arbeit finden.“

Hauseigentümer, die Aufträge in den voraussichtlich stark nachgefragten Gewerken Heizungsbau, Wärmedämmung, Fassadengestaltung, Elektroinstallation und Dachdeckerarbeiten vergeben wollen, sollten trotzdem mit Bedacht handeln.

„Es entstehen bestimmt Wartezeiten, gerade bei den guten Betrieben. Trotzdem sollten Sie sich eingehend beraten lassen, genau prüfen und einen kühlen Kopf bewahren“, rät Wolfgang Scholz. Zum Tage

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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