Tischfußball-Spieler aus ganz Deutschland reisten zum Turnier nach Wolfhagen

Die Augen immer am Ball

Sehen sich nur noch selten (von links): der 29-jährige Steffen Neumann aus Marburg und der 30-jährige Philip Hanses aus Köln haben früher viel im Wolfhager Jugendzentrum zusammengespielt. Fotos: Uminski

Wolfhagen. Der 29-jährige Steffen Neumann aus Marburg starrt hochkonzentriert auf das kleine grüne Fußballfeld. Nicht eine Sekunde lässt er den kleinen Spielball aus den Augen. Es bleibt kaum Zeit, um mit den Augen zu zwinkern.

Er und sein 30-jähriger Teamkollege Philip Hanses aus Köln haben Mühe, gegen das gegnerische Team zu bestehen. Am Ende haben sie diese Partie knapp verloren. Eine Szene in der Wolfhager Stadthalle, in der zum dritten Mal die Nordhessische Tischfußball-Meisterschaft stattfand. 80 Teilnehmer aus ganz Deutschland nahmen teil.

Seit 16 Jahren spielt er

Steffen Neumann spielt seit 16 Jahren Tischfußball. Der gebürtige Wolfhager schreibt an seiner Doktorarbeit an der Universität Marburg und weiß um die Vorzüge dieser Sportart. „Durch das Kickerspielen findet man in einer Stadt schnell Kontakte“, sagt der 29-Jährige. „Während des Spiels muss man sich voll und ganz auf das kleine Spielfeld konzentrieren.“ Außerdem habe das Spiel viel mit Kopfarbeit und taktischen Überlegungen zu tun. Es gehe ihm vor allem um Spaß. „Natürlich bin ich aber auch hier, um zu gewinnen.“

Mitbegründer der Nordhessischen Tischfußball-Meisterschaft in Wolfhagen ist der Stadtjugendarbeiter Frank Mahlich. „Die meisten nehmen das Turnier schon sehr ernst und spielen auch im Kicker-Verein“, sagt der 41-Jährige. Goldfarbene Pokale und Urkunden warten auf die Gewinner. Die Altersspanne der Teilnehmer schwankt zwischen zehn und 55 Jahren. „Da sind auch schon ein paar Grauhaarige dabei.“ Der 41-Jährige hoffe, dass das Turnier nun jährlich in Wolfhagen stattfindet.

Der 30-jährige Philip Hanses aus Köln hat die weite Reise auf sich genommen, um seinen alten Freund und Spielpartner Steffen Neumann wiederzusehen. „Man muss ein Gefühl für das Spiel entwickeln“, sagt der gebürtige Bad Emstaler. Er spiele Tischfußball schon seit 13 Jahren, komme aber kaum noch zum Kickern.

Im Durchschnitt dauert ein Spiel zwischen 15 und 20 Minuten. Hier kommt es nicht nur auf Schnelligkeit an. „Man muss frustresistent sein, weil es am Anfang schon schwierig ist.“ Außerdem brauche man Fingerspitzengefühl und eine gute Augen-Hand-Koordination.

Uwe Rippe und Philipp Mühlhause von TFC Kassel erreichten in der Profirunde den zweiten Platz. In der Amateurrunde haben Bastian Döhne und Alexander Käckel vom Verein „Kickerwölfe Wolfhagen“ den ersten Platz und Vasili Koschan und Arthur Rosenhauer, ebenfalls vom Wolfhager Kickerverein, den zweiten Platz erreicht.

Von Johanna Uminski

Quelle: HNA

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