Der Brunnen des Anstoßes

Ausbau des Malerstübchens: Parlament stimmt nur unter Vorbehalt zu

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Streitpunkt im Parlament: Im Zuge des Umbaus des Gerhardt-von-Reutern-Haus soll auch der Brunnen saniert werden.

Willingshausen. Verspäteter Sitzungsbeginn, kurze heftige Aussprache: Die Sitzung der Willingshäuser Gemeindevertretung am Donnerstagabend im Kulturhaus in Wasenberg glich einer spannenden Inszenierung.

Am Ende stand fest, das Parlament gibt zwar grünes Licht für die Renovierung des Gerhardt-von-Reutern-Haus- vorerst allerdings nur unter Vorbehalt. Denn aus Sicht der SPD-Fraktion ist insbesondere die Sanierung des Brunnens vor dem Gebäude strittig.

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Erst mit einer halben Stunde Verspätung begann die Sitzung der Willingshäuser Gemeindevertreter. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatten Parlamentschefin Helga Christ und die Fraktionsvorsitzenden um einen Kompromissbeschluss für den Umbau des Gerhardt-von-Reutern-Hauses gerungen.

SPD-Sprecher Heinz Knoch formulierte den Unmut seiner Fraktion. „Wird uns hier was untergejubelt“, schimpfte er und berief sich dabei auf eine Email der Denkmalschutzbehörde des Landkreises.

Demnach könnte der Brunnen, dessen Sanierung mit insgesamt 15.000 Euro veranschlagt ist, einfach abgetragen und abgedeckt werden. „Irgendeiner sagt hier nicht die Wahrheit“, wetterte Knoch. Das unterstrich sein Fraktionskollege Thomas Justus: „Wir wollen Fakten bis zur nächsten Sitzung. “

Homepage des Museums

CDU-Sprecher Stefan Völker versuchte auszugleichen, er warb für parteiüberreifende Zustimmung, verlangte allerdings ebenfalls Aufklärung: „Zahlen wurden angezweifelt, bis zur nächsten Sitzung sollte es Klarheit geben.“

Das Willingshäuser Parlament entschied mit zwei Gegenstimmen (SPD) und zwei Enthaltungen (SPD, CDU), seinen Beschluss mit einem Sperrvermerk bis zur nächsten Sitzung am Donnerstag, 21. März, zu versehen.

Von Sylke Grede

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Quelle: HNA

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