Einen Tag in der Küche

Ausbildung bei Hephata in Treysa: Kochen für die Kleinsten

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Unterwegs: Dominik Richardt und Anke Stumpf liefern das Essen von der Ausbildungsküche in den Kindergarten.

Treysa. Gelächter und Klappern von Töpfen ist auf dem Flur zu hören. In der Ausbildungsküche der Hephata-Berufshilfe herrscht um 10 Uhr Hochbetrieb. Wir waren einen Tag mit dabei.

Gerade bereiten die Auszubildenden der Hauswirtschaft das Mittagessen für die Kita im Steinweg vor. Die Ziegenhainer Kindertagesstätte zählt seit mehr als 15 Jahren zu den Kunden des Ausbildungsbetriebs. Wöchentlich verlassen bis zu 600 Essen – für Kunden in und außerhalb der Hephata Diakonie – die Küche in der Treysaer Industriestraße.

Dominik Richardt steht am Herd vor einem großen Suppentopf. Der 20-jährige Schwalmstädter hält einen Pürierstab in der Hand. „Heute ist Freitag, unser Suppentag. Die Tomatencremesuppe essen die meisten Kinder gerne, wichtig ist nur, dass man das Gemüse nicht erkennt“, erklärt er augenzwinkernd und zeigt auf den Pürierstab. Nach dem Beimengen der Sahne schmeckt er die Suppe ab und nickt zufrieden. Anschließend verpackt er die Speisen in Warmhalteboxen und zieht sich Schürze und Haube aus. Um kurz vor 11 Uhr geht es dann mit dem kleinen roten Transporter der Ausbildungsküche in Richtung Kita Ziegenhain.

„Wir sind ein starkes Team und unterstützen uns gegenseitig, da ist es auch nicht schlimm, wenn wir im Team mal 30 Kilogramm Kartoffeln schälen müssen. Wir erledigen unsere Arbeit mit Spaß“, erklärt Dominik Richardt auf der Fahrt.

Er absolviert gerade eine dreijährige Ausbildung zum Fachpraktiker Küche und ist optimistisch: „Wenn meine Noten stimmen möchte ich danach noch ein weiteres Lehrjahr dranhängen und mich zum Koch ausbilden lassen.“

Kinder an gesunde Ernährung heranführen

Dominik Richardt kann von der Ausbildung vieles im Alltag anwenden: „Früher habe ich fast jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße gegessen, heute gehe ich mit offenen Augen am Gewürzregal im Laden vorbei und achte mehr auf meine Ernährung.“ Auch beim Kochen für die Kinder ist das wichtig: „Obwohl die Kinder Fleischgerichte lieben, gibt es bei uns auch feste vegetarische Tage. Wir bemühen uns die Kinder auf diesem Weg an gesunde Ernährung heranzuführen. Mal sehen, wie die Tomatensuppe heute ankommt“, sagt er als der rote Transporter auf den Parkplatz der Kita rollt.

Vorsichtig hebt der Auszubildende die Transportboxen aus dem Wagen und stellt sie im Speisenaufzug der Kita ab. Von da geht es geschwind hoch in die dritte Etage des Gebäudes im Steinweg in Ziegenhain. Für Dominik Richardt hingegen geht es zurück in die Ausbildungsküche. Bevor er hierher kam, hatte er bereits eine Lehre in einer Hotelküche abgebrochen und andere Arbeitsverhältnisse kennengelernt: „Das Schöne ist hier, dass keiner mit seiner Arbeit alleine gelassen wird. Wir gehen gemeinsam in die Küche und erst nach Hause, wenn alles erledigt ist“, lobt er den Teamgeist und Zusammenhalt im Hephata-Ausbildungsbetrieb.

Ausbilderin Beate Werno ist ebenfalls noch in ihrem Büro: Sie sitzt an ihrem Schreibtisch und plant für die kommende Woche. Auch dann wird wieder gekocht für die Kleinsten. Dominik Richardt klatscht in die Hände: „Jetzt heißt es noch spülen, aufräumen und reinigen. Auch das gehört zu unserer Arbeit dazu. Dann ist Wochenende.“

Quelle: HNA

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