Ausgezeichnete Ausbilder: Zwei Betriebe geehrt

Urkunde als Lohn:: Franz-Martin Büscher von der Agentur für Arbeit (rechts) überreicht Udo Helwig, organisatorischer Leiter der Ausbildung bei KATT (links), das Zertifikat für Nachwuchsförderung. Darüber freut sich Azubi Tommy Ackermann. Foto: Schäfer

Homberg/Bad Zwesten. „Ich gehe jeden Morgen gerne zur Arbeit“, sagt Tommy Ackermann. Er macht eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bei Antriebstechnik Katt Hessen (AKH) in Homberg.

In dem Betrieb fühle er sich gut aufgehoben, man kümmere sich um die Azubis. Nicht zuletzt deshalb ist AKH einer von zwei Betrieben, denen von der Agentur für Arbeit im Schwalm-Eder-Kreis das Zertifikat für Nachwuchsförderung verliehen wurde.

„Das Zertifikat geht an Betriebe aus der Region, die sehr gut mit der Agentur für Arbeit zusammenarbeiten, deren Ausbildungsangebot breit aufgestellt ist und bei denen die Chancen auf eine Übernahme nach der Ausbildung sehr gut sind“, erklärt Franz-Martin Büscher, Leiter des Geschäftstellenverbunds der Agentur für Arbeit im Schwalm-Eder-Kreis. Diese Voraussetzungen hätten mehrere Betriebe in der Region erfüllt. Letztendlich habe man sich jedoch für AHK und das Landhotel Kern in Bad Zwesten entschieden.

„Wir wollen den jungen Leuten zeigen, dass es hier in der Region gute Möglichkeiten für die Ausbildung und auch Perspektiven für die Zeit danach gibt.“

„Wir freuen uns natürlich über die Auszeichnung“, sagt AKH-Geschäftsführer Uwe Guthardt. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels sei die Nachwuchsförderung und die gute Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit ein wichtiges Thema. Insgesamt 18 Auszubildende lernen derzeit bei AKH, das sind mehr als zehn Prozent der Belegschaft. „Wir wollen den jungen Leuten zeigen, dass es hier in der Region gute Möglichkeiten für die Ausbildung und vor allem auch gute Perspektiven für die Zeit danach gibt.“

Auch Hotelinhaberin Sibylle Kern liegt die Ausbildung in ihrem Haus am Herzen. „Derzeit haben wir fünf Azubis im Haus“, sagt sie. Für das neue Ausbildungsjahr sucht sie noch vier weitere. Das Hotel Kern bildet zum Hotelfachmann, zum Koch, zum Hotelkaufmann und zum Restaurantfachmann aus.

„Die Noten sind mir bei der Einstellung nicht so wichtig“, sagt Kern. In der Gastronomie komme es vor allem auf den persönlichen Eindruck an. Auch für Uwe Guthardt von AKH spielt der eine große Rolle. „Natürlich müssen unsere Azubis rechnen können“, sagt er. Aber die Schulbildung sage oft nicht alles aus über einen Bewerber. „Er muss Begeisterung mitbringen und Spaß haben an dem Beruf.“

Bei Tommy Ackermann ist das der Fall. Fachabitur und Bundeswehr, das sei nichts für ihn gewesen. Seine Entscheidung für eine Ausbildung bei AKH sei ihm leicht gefallen. „Ich hatte hier schon ein Praktikum gemacht“, sagt er. Den Betrieb und das Klima kannte er. Heute ist er sich sicher: Es war eine gute Entscheidung.

Von Moritz Schäfer

Quelle: HNA

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