Haushalt Jesberg: An Ausgleich ist nicht zu denken

Jesberg. So früh waren die Jesberger noch nie dran: Die Kommunalaufsicht hat den Haushalt der Kellerwaldgemeinde des laufenden Jahres noch nicht genehmigt und dennoch liegt den Gemeindevertretern seit Montagabend bereits der Nachtragshaushalt vor.

Grund für die Eile ist die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr. Sie soll dafür sorgen, dass der Haushalt im Bereich Abwasserbeseitigung künftig in Ein- und Ausnahmen ausgeglichen sein soll.

Der Nachtragshaushalt weist allerdings ein verbessertes Ergebnis und damit ein geringeres Defizit auf. Statt wie bisher 286 946 Euro weist das Haushaltsloch nun nur noch 249 580 Euro und damit eine Verbesserung um 37 362 Euro auf.

Das klinge zwar gut, sagte Bürgermeister Günter Schlemmer, doch dürfe das nicht täuschen: Auch wenn die neue Abwassergebühr das Gesamtergebnis verbessere, gelinge es der Gemeinde doch keinesfalls, den Haushalt auszugleichen: weder in diesem, noch in den kommenden Jahren. Das sei unter den jetzigen Bedingungen und angesichts ausstehender Großprojekte kaum möglich, sagte Schlemmer.

Die Gemeindevertreter diskutieren und beschließen den Nachtragshaushalt in ihrer nächsten Sitzung am Montag, 3. Juni, 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Reptich. (bra)

Quelle: HNA

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