Griff in die Rücklage macht Haushaltssicherungskonzept für 2011 überflüssig

Ausgleich trotz Defizits

Habichtswald. „Habichtswald ist auf einem guten Weg“, so lautete das Fazit von Habichtswalds Bürgermeister Thomas Raue, als er am Samstag den Haushalt 2011 im Gemeindeparlament vorstellte.

Er schließt mit 7,401 Millionen Euro bei Aufwendungen und mit 7,211 Millionen Euro bei den Erträgen ab. Eine Differenz von 190 762 Euro, womit der Haushalt defizitär wäre. „In der Statistik steht das Defizit drin, weil wir nicht durch die Erwirtschaftung den Ausgleich erreichen“, erklärte der Bürgermeister, sondern durch einen Griff in die so genannte kamerale Rücklage. Die liegt bei 1,25 Millionen Euro. Unterm Strich gelte also: „Der Haushalt 2011 ist ausgeglichen.“ Und deswegen benötige die Gemeinde Habichtswald für 2011 auch kein haushaltssicherungskonzept.

Prägend für den Haushalt sei, dass die Steuererträge im kommenden Jahr - ermittelt auf der Basis der Steuerschätzungen vom November 2010 - steigen werden. Bei der Einkommenssteuer erwartet die Gemeinde ein Plus von 200 000 Euro, bei der Gewerbesteuer einen Zuwachs von 40 000 Euro, wobei man, so Raue bei der Festsetzung der Summen „sehr vorsichtig agiert“ habe. Zur Verbesserung der finanziellen Lage trage auch die Verringerung der Personalkosten um 60 000 Euro 2,24 Millionen Euro bei.

Belastend

Belastend seien weiterhin die Aufwendungen für die Schulumlage (844 834 Euro) und die Kreisumlage in Höhe von voraussichtlich 1 332 960 Euro. Die Schlüsselzuweisungen des Landes sinken erneut um 30 000 Euro auf nun 900 000 Euro. 2007 gab es hier noch 1,4 Millionen. Raue: „Das ist ein Ärgernis.“

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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