Bundeswehr sichert Angehörigen Unterstützung zu

Auslandseinsatz in Mali: Fritzlarer Soldaten wurden verabschiedet

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Andenken im Ausland: Bürgermeister Hartmut Spogat (rechts) überreichte dem Oberstleutnant A. ein Ortsschild der Garnisonsstadt Fritzlar. 

Fritzlar. Abschied von den Fritzlarer Soldaten: Mit einem Appell wurden Kräfte des Kampfhubschrauber-Regiments 36 am Donnerstag offiziell in den Bundeswehr-Einsatz in Mali entlassen.

Vor 200 Gästen in der Georg-Friedrich-Kaserne wünschte Kommandeur Dr. Volker Bauersachs „von Herzen Hals und Beinbruch“.

In den kommenden Wochen werden die Soldaten zusammen mit vier Hubschraubern des Typs „Tiger“ in das westafrikanische Land verlegt. In der Spitze sind bis zu 120 Fritzlarer Soldaten dort stationiert. Die Soldaten schließen mit ihrem Einsatz eine Lücke, die durch den Abzug niederländischer Helikopter entsteht. Nach derzeitiger Planung soll der Einsatz im Juni kommenden Jahres enden. (wir berichteten).

Der Kommandeur erinnerte an Konflikte wie den syrischen Bürgerkrieg, mit dem „Islamischen Staat“ und in der Ukraine. Das vergangene Jahr habe gezeigt, dass die Welt nicht sicherer geworden ist. Ausfluss dieser Gewalt seien Flüchtlingsbewegungen, vor allem aus Afrika.

Auf die Fritzlarer Soldaten komme ein neuer und unbekannter Einsatz zu. Die Lage in Mali bezeichnete Bauersachs als „alles andere als stabil“. Es ist „in unser aller Interesse, die Region zu stabilisieren“.

Den Familien und Angehörigen der Soldaten wünschte Bauersachs viel Kraft. Er ziehe seinen Hut vor ihnen, wie sie ihren Verwandten in der Heimat den Rücken freihalten. „Wir tun unser Möglichstes, um Ihnen und unseren Kameraden im Einsatz Beistand zu leisten.“

Für Hartmut Spogat war es der zweite Verabschiedungs-Appell als Fritzlarer Bürgermeister. Er gehörte einst selbst dem Regiment an und stellte fest: „Sie sind gut vorbereitet. Sie kennen Ihr Waffensystem und Ihr Gerät. Sie haben einen klar umrissenen Auftrag.“

Der Beruf des Soldaten folge einem besonderen Ethos. „Es geht um den Einsatz des eigenen Lebens für eine bestimmte Sache“, betonte Spogat. Die Soldaten unterlägen damit einer permanenten psychischen Belastung. Der seien sonst nur noch Polizei und Feuerwehr ausgesetzt. Spogat appellierte an die Soldaten: „Erfüllen Sie den Auftrag ehrenvoll und kommen Sie mit Gottes Segen gesund wieder.“

Als Zeichen der Verbundenheit der Stadt Fritzlar mit der Bundeswehr überreichte Spogat ein Fritzlarer Ortsschild. Schlussakt am Donnerstag waren die Nationalhymne und der Alexander-Marsch, gespielt vom Heeresmusikkorps Kassel.

Quelle: HNA

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