Aussicht auf Neubau in Rudolphsaue

Staatssekretär für Justiz besuchte Ziegenhainer Gefängnis

Schwalmstadt. Großer Medienrummel herrschte beim Besuch des hessischen Staatssekretärs für Justiz, Dr. Rudolf Kriszeleit, im Ziegenhainer Gefängnis. Kriszeleit wollte sich kurz vor Baubeginn zur Erweiterung der Sicherungsverwahrung informieren.

Im Gespräch mit Bürgermeister Dr. Gerald Näser bestärkte der Staatssekretär ihn in den Plänen für einen weiteren Gefängnisbau in der Rudolphsaue in Treysa: „Ich empfehle Herrn Näser, die Rudolphsaue weiterhin als Baugebiet für eine JVA auszuweisen.“

Kriszeleit sagte, er gehe davon aus, dass der Erweiterungsbau der Sicherungsverwahrung in der bestehenden JVA für das kommende Jahrzehnt ausreichend sei. Doch im Zeitraum zwischen 2020 und 2030 sei es möglich, dass ein Erweiterungsbau nötig werde. Der

Aktualisiert um 19.45 Uhr.

Gebäudekomplex E des Ziegenhainer Gefängnisses wird für 60 Sicherungsverwahrte ausgebaut, davon bekommt Thüringen 15 Plätze zur Verfügung gestellt. 12,8 Millionen investieren Hessen und Thüringen in den Trakt. Aus jeweils zwei Hafträumen entsteht nun ein Wohnbereich: 18 Quadratmeter mit einer kleinen Nasszelle stehen jedem in der Sicherungsverwahrung künftig zu. Hinzu kommen Gemeinschaftsküchen und -räume. Die Männer werden in Wohngruppen von acht Personen untergebracht.

Noch bis zur geplanten Fertigstellung Anfang des Jahres 2014 sind die Häftling im südhessischen Weiterstadt untergebracht. Schwalmstädter Beamte sind in diesem Zeitraum dort eingesetzt. Anstaltsleiter Jörg Bachmann lobte die Arbeit der Beamten in Weiterstadt. Einige würden dort auch zeitweise wohnen. „Wenn es Beschwerden gab, waren das bisher nur Lapalien“, sagte Bachmann.

Bei den Informationsveranstaltungen über die Sicherungsverwahrung in Ziegenhain war eine Reihe von Zusagen an die Stadt gemacht worden. Rudolf Kriszeleit sagte dazu: „Wir haben ein gutes Verhältnis zu Schwalmstadt und das Justiz- fragt auch immer das Finanzministerium nach Mitteln für die Stadt.“ Doch stünden beispielsweise die Räumung des Wallgrabens und der Gefängnisausbau in keinem Zusammenhang.

Hessenweit leben derzeit 46 Personen in Sicherungsverwahrung. Zwei Frauen sind im Frankfurter Gefängnis untergebracht, dort wird die Kapazität auf vier Plätze erweitert. Die männlichen Straftäter sitzen in Weiterstadt, Kassel und zwei noch im Schwalmstädter Kornhaus ein. (cls)

Fotos: Staatssekretär für Justiz, Dr. Rudolf Kriszeleit, besuchte die JVA Schwalmstadt

Quelle: HNA

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