Ausstellung „Alte Buchenwälder Deutschlands“ in Zierenberg

Eröffnung: Lothar Nitsche, Leiter der Gesellschaft für Naturkunde und Naturwissenschaften , Jutta Seuring, stellv. Leiterin des Nationalparks Kellerwald-Edersee und Bürgermeister Stefan Denn.

Zierenberg. „Das, was man da auf den Plakaten sieht, haben wir hier in Zierenberg auch“, sagten einige Gäste und deuteten auf die Bilder knorriger Baumriesen.

Um Begeisterung für die heimische Flora und Fauna zu wecken, präsentiert die Nordhessische Gesellschaft für Naturkunde und Naturwissenschaften gemeinsam mit dem Nationalpark Kellerwald-Edersee die Ausstellung „Alte Buchenwälder Deutschlands“.

Sie ist bis Freitag, 12. April, im Zierenberger Rathaus zu sehen.

Bürgermeister Stefan Denn sagte: „Die Ernennung des Nationalparks zum Unesco-Weltnaturerbe ist ein Imagegewinn und Wirtschaftfaktor für Zierenberg. Ihre Bedeutung strahlt aber über die Region hinaus.“ Ganz Deutschland könne stolz auf die Auszeichnung sein, sagte Denn.

Fakten auf Leinwänden

Die stellvertretende Leiterin des Nationalparks, Jutta Seuring, fasste danach die Fakten auf den Leinwänden zusammen. Sie zeigen Sachinformation neben verträumten Fotos von Sonnenstrahlen, die durch dichte Laubdächer einfallen und sich ihren Weg ins Unterholz bahnen.

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist ein Teil des Weltnaturerbes Buchenwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands, dem noch 14 weitere Gebiete angehören. „Es ist weltweit einzigartig, dass eine einzige Baumart bestandsbildend ist, also mehr als 90 Prozent des Waldes ausmacht“, sagt Seuring.

Nach der Eiszeit haben sich die Buchen über ganz Europa ausgebreitet. Dieser Prozess dauert bis heute an. Obwohl nur noch sieben Prozent der ursprünglichen Waldfläche vorhanden sind, ist die Buche ein wahrer Eroberer: Weil sie mit jedem Boden zurechtkommt, ist sie weiterhin auf dem Vormarsch und erkämpft sich neuen Lebensraum.

Von Timo König

Quelle: HNA

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