Blondi war der Superstar

Ausstellung: Vogelspinnen und Skorpione lockten in die Stadthalle

Wolfhagen. Manche schätzen sie als besondere Haustiere, andere kriegen das pure Schaudern, wenn sie nur an sie denken: Spinnen. Ob man sie nun liebt oder sich vor ihnen ekelt, die haarigen Achtbeiner üben auf viele Menschen einen besondere Reiz aus.

Zumindest dann, wenn sie sich hinter dickem Glas im Licht der Wärmelampen sonnen. Wie in der Wolfhager Stadthalle, wo die Ausstellung „Welt der Spinnen“ am Sonntag einige besonders exotische Exemplare zu bieten hatte.

Seit zwölf Jahren schon reist die Schaustellerfamilie Hein aus der Nähe von Kaiserslautern quer durch die Republik und präsentiert rund 60 verschiedene Arten von Vogelspinnen und Insekten. „Das ist nur ein kleiner Teil, Zuhause haben wir weit über 200 Tiere“, sagt Domenik Hein. Dort hat er auch seine besonders zahmen, pelzigen Freunde vergessen, die ansonsten gern mal über die zitternden Hände der Besucher krabbeln und fürs Erinnerungsfoto herhalten.

Star der Ausstellung: Die Theraposa Blondi gehört zu den Größten ihrer Gattung

Der sechsjährige Levio Nehls aus Wolfhagen hätte sich gern eine Vogelspinne auf die Hand setzen lassen, ist aber auch mit der ungefährlichen Version aus Plastik zufrieden. „Die sind so süß“, sagt er, während er voller Begeisterung Spinnenpapa Hein über die Schulter schaut. Abstandhalten ist dabei angesagt, denn die Theraposa Blondi, die gerade gefüttert wird, gehört zu den Bombardierspinnen. „Sie kann mit den Hinterbeinen in Richtung Angreifer Haare abstreifen, was bei Hautkontakt ganz schön schmerzhaft sein kann“, so Hein.

Für ein nachtaktives Tier ist sie während der Ausstellung außergewöhnlich lebhaft, Grund ist das besondere Festmahl in Form einer knackigen Heuschrecke, die ihr gerade serviert wird. Blondi ist unangefochtener Superstar der Wanderausstellung, mit einer Beinspannweite von bis zu über 30 Zentimetern zählt sie zu den Größten ihrer Gattung.

Auch ansonsten kreucht und fleucht es in den Terrarien, in denen sich vom Riesentausendfüßler über eine Halloween-Landkrabbe bis zum Skorpion manch eindrucksvolle und gleichsam respekteinflößende Tierchen präsentieren.

Harmloser als ihr Ruf

Den Veranstaltern geht es dabei um mehr als das bloße Zurschaustellen der Tiere, wie Domenik Hein sagt: „Wir wollen zeigen, dass Spinnen und Insekten wesentlich harmloser sind als ihr Ruf, vorausgesetzt, man geht richtig mit ihnen um.“

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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