Ausstellung zeigt die außenpolitischen Ziele des ersten Bundeskanzlers auf

Ausstellung über den ersten Bundeskanzler: Adenauer als Europäer

Auf dem Weg Adenauers in ein modernes Europa: Schüler der THS mit von rechts Schulleiter Dr. Ralf Weskamp, Bürgermeister Martin Wagner, Christopher Beckmann (Adenauer-Stiftung) und Oberstudienrätin Rosemarie Hetzler-Roggatz (Dritte von rechts vorne) bei der Ausstellungseröffnung. Foto: Ehl-von Unwerth

Homberg. Konrad Adenauer, erster deutscher Bundeskanzler (1949 bis 1963) war ein Wegbereiter der europäischen Einigung. Diesem Aspekt ist eine Ausstellung gewidmet, die auf Initiative der Homberger Theodor-Heuss-Schule noch bis zum 24. Januar in den Räumen der VR-Bank Schwalm-Eder zu sehen ist.

Sie ist eine Leihgabe der Konrad-Adenauer-Stiftung. Angeleitet von Oberstudienrätin Rosemarie Hetzler-Roggatz hatten sich angehende THS-Abiturienten des zweisprachigen (Deutsch-Englisch) Kurses Politik und Wirtschaft intensiv mit der Europapolitik Adenauers beschäftigt.

Zur Ausstellungseröffnung ließen sie den bedeutenden deutschen Politiker noch einmal selbst zu Wort kommen: In Form eines Interviews stellten Lena Roß und Jonas Richter das Leben und Wirken Adenauers dar. Im Mittelpunkt stand – entsprechend der Inhalte der Ausstellung – dessen Engagement für ein geeintes Europa.

Zitat Adenauer: „Es gibt nichts, was diesem gequälten, so oft von Kriegen durchtobten Erdteil endlich einmal Ruhe und Frieden bringen kann, als die Vereinigten Staaten von Europa“ (1964).

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung auf von den als wegweisend geltenden Römischen Verträgen (1957) bis hin zum jüngsten Vertrag von Lissabon.

Trotz außenpolitischer Rückschläge und innenpolitischer Kritik an der vernachlässigten Ostpolitik blieb Adenauer seiner Linie treu: Über die wirtschaftliche Zusammenarbeit hinaus forderte er eine dauerhafte gemeinsame politische Grundlage mit den Westpartnern ein. Als deren Ziel benannte er Frieden und Freiheit in Europa sowie insbesondere auch den Status Europas in der Welt zu wahren. Zu diesem Anspruch gebe es bis heute keine Alternative, betonte Ausstellungs-Gastredner Christopher Beckmann von der Konrad-Adenauer-Stiftung. (zse)

Quelle: HNA

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