25 Schüler sind in Wolfhagen zu Besuch

Austausch an der Wilhelm-Filchner-Schule dreht sich um die Energiewende

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Thema Erosion: Der 14-jährige Alois (von links) aus Tergnier, Ines, ebenfalls 14 Jahre alt und aus Wolfhagen, und die 12-jährige Clarisse, die auch aus Frankreich angereist ist, zeigen, was passiert, wenn Wasser die Erde abträgt. 

Wolfhagen/Tergnier. 25 französische Schüler sind derzeit zu Gast an der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen. Der Schüleraustausch steht dieses Jahr im Zeichen der Energiewende.

Kaum eine Stadt im Landkreis Kassel bringt die Energiewende mit Projekten wie dem Energiepfad so stark voran wie Wolfhagen. Deshalb haben sowohl die Wilhelm-Filchner-Schule als auch deren Partnerschule in Tergnier, das Collège Juliot-Curie, ihren alljährlichen Schüleraustausch genutzt, um den Kindern Klimawandel und Energiewende näherzubringen.

"Die Sprachen Deutsch und Französisch bleiben für uns der wesentliche Grund, den Austausch zu organisieren", sagt Katrin Bergmann, stellvertretende Schulleitern der Wilhelm-Filchner-Schule und Lehrerin für Französisch und Biologie. "Gleichzeitig wollen wir jedoch mit dem Projekt versuchen, die Kinder für das Thema Klimawandel zu sensibiliesieren – auch über den Austausch hinaus." Denn die Schüler setzten sich noch intensiver mit den Inhalten auseinander, gerade weil sie darüber auf einer ihnen noch nicht vertrauten Sprache sprechen müssten. 

Schüleraustausch schon seit über 30 Jahren

Seit mehr als 30 Jahren schon organisieren die beiden Schulen den Austausch für insgesamt 50 Schüler der Jahrgangstufe acht, die sich schon im Sommer dafür angemeldet haben. Vergangene Woche sind 25 Jungen und Mädchen aus dem Norden Frankreichs in Wolfhagen angekommen und sollen bis einschließlich Freitag vor Ort bleiben. Untergebracht sind sie in Gastfamilien.

Neben dem regulären Unterrichtsbesuch stand für die Kinder bereits ein Ausflug ins Naturkundemuseum in Kassel auf dem Programm sowie eine Wanderung über Wolfhagens Energiepfad. Im Klassenraum selbst haben die Jugendlichen die Chance, in Lernwerkstätten zu experimentieren, um auf kleiner Ebene die Gründe und Folgen des Klimawandels zu veranschaulichen.

Agentur unterstützt das Projekt

Unterstützt wird das Projekt dabei sowohl von der Agentur "Energie 2000", die unter anderem Kommunen, Vereine sowie Unternehmen in Fragen der Energieeinsparung berät, als auch vom Wassererlebnishaus Fuldatal. „Die Lernwerkstatt für den Schüleraustausch zu nutzen, ist für uns ein großes Experiment", sagt Kerstin Linne von "Energie 2000". "Die Aufgabenstellungen und auch die Vorgänge sind auf Deutsch ebenso wie auf Französisch nachzulesen. Die Schüler müssen sich einige Sachverhalte also gegenseitig erklären." Wenn das Projekt erfolgreich ist, dann können laut Linne auch andere Schulen die Lernwerkstätte innerhalb eines Schüleraustauschs nutzen.

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Quelle: HNA

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