Comenius-Projekt bringt Schüler aus Ungarn und Tschechien in die Herwig-Blankertz-Schule

Austausch über Grenzen hinweg

In der Solarhalle: Carsten Jubelt, Uli Fahlbusch, Projektleiter Rolf Schulze sowie Abteilungsleiter Klaus Hildebrandt (vorne von links) geben den Gästen aus Ungarn und Tschechien Informationen zum neuen Solardach auf der ehemaligen Panzerhalle in Wolfhagen. Foto: Sommerlade

Wolfhagen/Hofgeismar. Timea Keserü kam bei ihrem Besuch in der ehemaligen Pommernkaserne aus dem Staunen kaum heraus: Eine ehemalige Panzerhalle wird zum Bildungscampus mit Solardach. Und: 7224 Module auf einer Fläche von 4 800 Quadratmetern und eine Kohlendioxid-Ersparnis von 220 Tonnen. Die Zahlen und Fakten beeindruckten die 18-jährige Schülerin aus Ungarn bei der Besichtigung der Solarhalle der Herwig-Blankertz-Schule. „Das starke Umweltbewusstsein finde ich ganz großartig“, so Timea.

Die interessierte Besucherin war eine der insgesamt 80 Teilnehmer des Comenius-Projekts „Challenging the green house effect“. Im Rahmen dieses Projekts besuchten Lehrer und Schüler aus Ungarn und Tschechien die Herwig-Blankertz-Schule an den Standorten Hofgeismar und Wolfhagen. Das Organisationsteam um Projektleiter Rolf Schulze hatte für den Aufenthalt der Gäste ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.

So stand neben der Begrüßung durch Abteilungsleiter Klaus Hildebrandt, Bereich Metall, eine Besichtigung der Solarhalle, ein Rundgang über das weitläufige Gelände sowie eine Führung durch die Kfz- Werkstatt auf dem Plan.

Jonas Kröger, Robert Krause, Albert Thurn und Marco Hellwig, allesamt Schüler der Umwelt-AG der Herwig-Blankertz-Schule, erklärten dabei den übrigen Projektteilnehmern unter der Anleitung des Fachlehrers Jürgen Schmirler die einzelnen Komponenten eines Elektro-Autos. „Das ist das Auto der Zukunft“, resümierten sie am Ende ihres Vortrags in englischer Sprache.

Am Standort Hofgeismar hatte die Abordnung zudem die Holzhackschnitzel-Heizanlage der Schule besichtigt und sich über die alternative Form des Heizens informiert. „Das gemeinsame Projekt vereint viele schöne Aspekte“, erläuterte Schulze. Zum einen sei es für alle Projektbeteiligten bereichernd, sich über umweltschonende Technologien in der gemeinsamen Projektsprache Englisch auszutauschen.

Kultur kennenlernen

Zum anderen gelte es aber auch, andere Kulturen wahrzunehmen, kennen zu lernen und zu verstehen. Daher wurde das Projekt-Programm durch gemeinsame Ausflüge, Tanzeinheiten sowie einem Besuch des Weihnachtsmarkts ergänzt. Sehr zur Freude der Gäste: „Wir reisen mit vielen positiven Eindrücken nach Tschechien zurück und freuen uns auf die nächste Begegnung“, fasste Victor Nemcok seine Erlebnisse zusammen.

Von Martina Sommerlade

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare