Hilde Schulte aus Asterode erhielt den Deutschen Krebshilfe-Preis 2009

Nun auch Preisträgerin Nach ihrem Abschied als Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs hatte Hilde Schulte vom Landesverband Bayern ein farbenfrohes Bild bekommen.

Bonn. Mit dem Preis 2009 der Deutschen Krebshilfe ist vor kurzem Hilde Schulte aus Asterode ausgezeichnet worden. Die Ehrenvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs wurde in einer Feierstunde in Bonn-Bad Godesberg für ihren Einsatz in der Patientenvertre-tung ausgezeichnet.

Die Deutsche Krebshilfe vergab den Preis zum 14. Mal, er ist mit 10.000 Euro dotiert.

Hilde Schulte habe mit ihrer Arbeit einen Wertewechsel in der Onkologie umgesetzt, lobte Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Selbsthilfevertreter seien nunmehr gleichberechtigte Mitglieder in der onkologischen Partnerschaft; das gelte für die Gesundheitspolitik ebenso wie für die wissenschaftlichen Fachgesellschaften und die klinisch-onkologische Routine, sagte Professor Dr. Diethelm Wallwiener, Direktor der Universitäts-Frauenklinik Tübingen.

Hilde Schulte engagiert sich seit 1993 in der Frauenselbsthilfe nach Krebs. Von 2003 bis 2009 war sie Bundesvorsitzende der Organisation. Die Asteröderin ist unter anderem Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Gesellschaft für Senologie und im Patientenbeirat der Deutschen Krebshilfe. Die 69-jährige arbeitet mit im Gemeinsamen Bundesausschuss, bei der Erstellung von Leitlinien im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie, beim Nationalen Krebsplan und in der Zertifizierungskommission Brustzentren der Deutschen Krebsgesellschaft.

„Hilde Schulte ist eine Persönlichkeit, die allein in der Geschichte schon dadurch ihren Platz gefunden hat, in dem sie Brücken gebaut hat. Nicht nur zwischen gestern, heute und morgen, sondern auch zwischen den klinischen und wissenschaftlichen Onkologen, den Qualitätssicherern und den Ratsuchenden sowie Betroffenen“, befand Wallwiener.

Als zweiter Preisträger wurde Professor Dr. Gerhard Englert, Vorsitzender der Deutschen ILCO, einer Selbsthilfevereinigung für Menschen mit einem künstlichen Darm- oder Blasenausgang oder mit Darmkrebs, ausgezeichnet. (jkö)

Quelle: HNA

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