Besuch kommt im Juni: Schwalmstädter Elterninitiative sucht noch Gasteltern

Auszeit aus verstrahlter Heimat

Fröhliche Gesichter: Im vergangenen Jahr waren rund 20 Kinder aus dem verstrahlten Gebiet um Tschernobyl in der Schwalm zu Gast. Foto: privat/nh

Treysa. Es werden noch dringend Gastfamilien gesucht: Die Schwalmstädter Elterninitiative „Kinder von Tschernobyl“ bittet wieder um Mithilfe von Familien, die bereit sind, in der Zeit vom 15. Juni bis 4. Juli zwei Kinder aufzunehmen. Auch in diesem Jahr sollen wieder 18 Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren aus dem weißrussischen Ort Rudnja in die Schwalm eingeladen werden.

Die Stadt Schwalmstadt unterstützt die Aktion, indem die Kinder von Montag bis Freitag vormittags im Jugendzentrum betreut werden.

Die Schwalmstädter Gastelterninitiative „Kinder von Tschernobyl“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, für Kinder aus dem verstrahlten Gebiet um Tschernobyl durch Ferienaufenthalte in der Schwalm ein wenig zur Erholung und Stärkung des Immunsystems beizutragen. „Es ist erwiesen, dass ein Aufenthalt von ein paar Wochen in gesunder Umgebung und mit unverstrahlter Nahrung das Immunsystem nachhaltig stärkt“, sagt Georg Ebener von der Elterninitiative.

Das Atomunglück in Japan habe die Diskussion um Kernkraft wieder auf die Tagesordnung gebracht, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren habe gezeigt, welche verheerenden Folgen dieses Unglück bis heute nach sich zieht. Seitdem sind große Teile Weißrusslands verseucht. Obst und Gemüse sind zwar genießbar, aber nicht gesund. Die Menschen in den verstrahlten Gebieten ernähren sich weiterhin von Produkten aus ihren Gärten. Immer mehr Menschen, und vor allem Kinder, erkranken an den Folgen. • Wer Kinder aufnehmen möchte und nähere Auskünfte braucht, möge Georg Ebener kontaktieren, Tel. 0 66 91/2 14 60. (jkö) HINTERGRUND

Quelle: HNA

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