Kilometerlanger Stau

Nach Unfall auf der A7 bei Melsungen: Vollsperrung aufgehoben

Melsungen. Nach einem Lastwagenunfall am Samstagmorgen war die A7 bei Melsungen in Richtung Süden über mehrere Stunden voll gesperrt. Grund waren aufwändige Bergungsarbeiten.

Gegen 6.30 Uhr war ein schwedischer Sattelzug im Baustellenbereich auf der A7 zwischen den Abfahrten Melsungen und Malsfeld von der Fahrbahn abgekommen. Anschließend geriet der Tieflader auf die unbefestigten Bankette. Von dort gab es kein Zurück mehr. Die Räder gruben sich immer tiefer in den weichen Untergrund ein. Nach etwa 100 Metern durchbrach der Lastwagen die Schutzplanke und stürzte schließlich eine etwa fünf Meter tiefe Böschung hinab. Dort blieb er zwischen Bäumen liegen.

Der 23-jährige rumänische Fahrer und sein ebenfalls rumänischer Beifahrer blieben bei dem Unfall laut Polizei unverletzt. Am Sattelzug entstand Schaden in Höhe von etwa 75.000 Euro.

Die Ladung, die aus Tiefkühlfisch bestand, der von Oslo zum Flughafen nach Frankfurt transportiert werden sollte, drückte sich durch das Fahrzeugdach und lag teilweise neben dem Lastwagen.

Artikel aktualisiert um 15.25 Uhr

Ab der Anschlussstelle Melsungen musste daher nach dem Unfall die komplette Fahrbahn ab 9 Uhr für Bergungsarbeiten gesperrt werden. Eine Umleitungsstrecke war ausgeschildert. Die Bergung für den mit sieben Tonnen Fisch beladenen Sattelzug übernahm ein Spezialunternehmen. Sie dauerte mehr als sechs Stunden.

Am Nachmittag war der Lastwagen dann aus dem Graben gehoben und wieder aufgerichtet. Auch die Fahrbahn war von Verschmutzungen befreit.

Fotos vom Unfallort

Lastwagenunfall auf der A7 bei Melsungen

Wegen der Vollsperrung staute sich der Verkehr zeitweise auf zwölf Kilometern bis hinter die Anschlussstelle Guxhagen. Auch die Umleitungsstrecken waren total überlastet. (mak/zot)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © HessennewsTV

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare