Serie von Fahrzeug-Aufbrüchen beschäftigt die Polizei

Autoknacker ziehen durch den Landkreis

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Schwalm-Eder. Die Serie der Autoaufbrüche im Landkreis geht weiter: Nachdem zwischen Montagabend und Dienstagmorgen in Ziegenhain sieben Autos aufgebrochen worden waren, hatten es Diebe in der Nacht zu Dienstag auf sieben Autos in Fritzlar abgesehen, teilt die Polizei mit.

Ob es sich um die selben Täter handelt, stehe noch nicht fest, so Polizei-Pressesprecher Reinhard Giesa. Doch sei die Vorgehensweise vergleichbar. Die Täter hatten Seitenscheiben eingeschlagen, um an Beute in den Fahrzeugen zu gelangen. Das Einschlagen der Scheiben gehe blitzartig und fast geräuschlos vor sich. „Meist schlagen die Diebe in der Nacht, zwischen zwei und fünf Uhr zu, dann ist wenig Betrieb in den Straßen, die meisten Menschen schlafen und bekommen von den Aufbrüchen nichts mit“, so Giesa.

Abgesehen hatten es die Täter auch in Fritzlar auf Navigationsgeräte und Radios, in einem Fall bauten sie sogar gewaltsam eine komplette Mittelkonsole aus. Gesamtwert der Beute: 4000 Euro. Der Sachschaden an den Fahrzeugen betrage 3000 Euro. In drei Fällen stahlen die Täter nichts, da sie nichts Wertvolles fanden.

Grundsätzlich sei es ein Risiko, wenn man Dinge im Fahrzeug offen liegen lasse. „Das weckt Begehrlichkeiten. Alles was im Auto sichtbar liegt, kann man gleich aufs Dach legen“, sagt Giesa.

Die Aufklärungsquote bei Autoaufbrüchen liege zwischen 10 und 20 Prozent und sei somit relativ niedrig. Vor allem dann, wenn es sich um Serientaten handele, sei es schwierig, den Tätern auf die Schliche zu kommen. „Weil sie sehr mobil sind“, erklärt Giesa. „Sie schlagen heute in Fritzlar, morgen in Melsungen oder vielleicht im Landkreis Kassel zu.“

Dennoch: Die Zahl der Auto-Aufbrüche ist im Landkreis rückläufig. 2012 war sie mit 116 Taten so gering wie noch nie. 2004 waren es noch 629.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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