Uhus, Schneeeulen, Luchse und Co. alle Jungtiere haben kritische Zeit überlebt

Baby-Boom im Wildpark

Wird auch mal groß: Auch die Schneeeulen im Wildpark haben im vergangenen Jahr Nachwuchs bekommen. Foto: Yüce

Homberg. Es war alles andere als ein Krisenjahr für das Naturzentrum Wildpark Knüll: Es gab jede Menge Nachwuchs und auch die Besucherzahlen können sich sehen lassen.

70 000 Besucher kamen in den vergangenen zwölf Monaten in den Wildpark. Damit liege man etwas hinter dem langjährigen Mittel zurück. Deshalb hätte man sich noch ein paar Gäste mehr gewünscht, teilt der Leiter des Wildparks, Dr. Wolfgang Fröhlich mit. Doch sei man mit dem Ergebnis zufrieden.

Das sieht auch der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker so: „Damit haben wir wieder ein gutes Ergebnis erreicht.“ Vor allem auch, weil die Beliebtheit des Parks und auch die Zufriedenheit der Besucher gestiegen seien, sagt Dr. Fröhlich.

Ein Grund dafür seien auch die Investitionen in den Park: In diesem Jahr wurde mit dem Frühlingshof – der Gemeinschaftsanlage für Hühner und Kaninchen sowie einem Gehege für Frettchen – eine weitere Attraktion geschaffen. Dort ist man ganz dicht dran an den Tieren. „Besucher können die Voliere betreten. Insgesamt wurden dafür rund 100 000 Euro investiert“, sagt Becker.

Jede Menge Nachwuchs

Neben diesen großen Projekten werde auch einiges in die Erhaltung des Parks investiert. So werden schrittweise die Wege und Zäune erneuert, Bäume nachgepflanzt und Gebäude instand gehalten.

In Sachen Nachwuchs tat sich einiges. So gab es bei den Uhus erstmals seit langer Zeit Nachwuchs. Drei Jungvögel kamen zur Welt. Aber auch bei den Schneeeulen und den europäischen Luchsen sowie den Wölfen gab es Nachwuchs.

„Insgesamt hatten wir sehr viele Jungtiere zu verzeichnen“, sagt Dr. Wolfgang Fröhlich. „Alle haben die erste kritische Zeit überlebt. Während alle vier Schneeeulen abgeben werden konnten, suchen wir für die anderen Jungtiere einschließlich der Jungbären noch geeignete Parks.“ Den drei kleinen Braunbären, die 2010 zur Welt gekommen sind, gehe es gut. Sie befinden sich in der Winterruhe.

Die Umweltbildung des Naturzentrums Wildpark Knüll hat sich zu einer festen Größe entwickelt und konnte noch ausgebaut werden. So nahmen im Jahr 2011 bei 250 Führungen 5000 Besucher teil. Den Schwerpunkt machten Kinder und Jugendliche aus. Neben den bewährten Veranstaltungen wurden auch neue Angebote wie Schatzsuche mit GPS eingeführt.

Neue Gehege geplant

Auch 2012 werde der Eigenbetrieb „Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Schwalm-Eder-Kreises“ wieder in die Anlagen investieren, teilt Winfried Becker mit. So seien neue Gehege im Wildpark geplant. Denn für einige Arten wie zum Beispiel Waschbären, Baummarder, Uhus und Waldkäuze entsprechen die Gehege nicht mehr den Erfordernissen einer modernen Tiergartengestaltung. Welche Gehege jedoch modernisiert werden, stehe noch nicht fest.

 Hintergrund

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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