Englische Partnerschaftsvereine zum königlichen Nachwuchs

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Das Kind ist da!: Die Menschen drängten sich am Montagabend vor dem Londoner Buckingham Palast.

Melsungen. Wenn der Postbote demnächst ein Geschenk für den Enkel von Johanna Schwanz aus Röhrenfurth bringt, müsste der Zweijährige eigentlich dem neu geborenen englischen Prinzen Danke sagen.

Denn zu dessen Geburt haben die Engländer so viele verrückte Dinge auf den Markt gebracht, dass Johanna Schwanz’ englische Freunde auch den Zweijährigen aus Melsungen damit beglücken wollen.

„Die Engländer sind echt verrückt mit ihrem Königshaus - und das macht sie sehr sympathisch“, sagt die Röhrenfurtherin, die die Städtebeauftragte für die Melsunger Partnerstadt Evesham ist.

Sie selbst hatte sich schon sehr für Prinzessin Diana interessiert - logisch, dass sie nun auch in den vergangenen Tagen die Nachrichten rund um Schwangerschaft und Geburt verfolgte.

Johanna Schwanz

Die Briten aber hätten zur Geburt des Kindes von Prinz William und Prinzessin Kate derart mitgefiebert, als handele es sich um ihr eigenes Kind. „Diese ungeheure Aufregung auf der ganzen Insel können wir, die wir nun mal kein Königshaus haben, einfach nicht nachvollziehen.“

Das kann Willi Wissing aus Felsberg in der Tat nicht. „Ich bin vierfacher Vater und weiß genau, wie die Kinder auf die Welt kommen“, sagt der ehemalige Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Felsberg-Cheddar. „Königskinder werden nun mal auf dem selben Wege gemacht wie Bettler.“

Willi Wissing

Natürlich habe der königliche Nachwuchs eine besondere Bedeutung für die Briten, für Wissing selbst jedoch gar keine: „Die einzige Überraschung ist doch, dass es ein Junge ist - die Engländer haben ja fast alle auf ein Mädchen getippt.“

Nicht aufs Geschlecht, wohl aber aufs Aussehen des Nachwuchses hat Dietmar Brandt zusammen mit englischen Freunden getippt. „Wir haben uns oft gefragt, ob das Kind wohl mal genauso große Ohren wie der Opa haben wird,“ sagt der Spangenberger, der den Kontakt zur Royal Scots Dragoon Guards hält (siehe Hintergrund).

Dietmar Brandt

Brandt aber ist davon überzeugt, dass das Kind nicht unbedingt ein leichtes Schicksal haben wird: „Als Prinz auf die Welt zu kommen, das ist auch keine einfache Aufgabe“, sagt Dietmar Brandt.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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