Ermittlungen dauern an 

Baby stirbt in Marburg an schweren Verletzungen - 17-jähriger Partner der Mutter in Haft

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Ermittlungen gegen einen 17-Jährigen: Er steht in Verdacht, das Baby verletzt zu haben. 

In Marburg ist ein wenige Wochen altes Baby an massiven inneren und äußeren Verletzungen gestorben. Die Kriminalpolizei hat den 17-jährigen Lebensgefährten der Kindsmutter festgenommen. 

Wie die Staatsanwaltschaft und die Kripo in Marburg am Mittwoch berichteten, wurde der Säugling am 20. Februar mit schweren Verletzungen in ein Marburger Krankenhaus eingeliefert. Das Mädchen ist nun am späten Nachmittag des 26. Februar gestorben.

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermittelten bereits seit dem 20. Februar wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Im Zuge der ersten Ermittlungen wurde der 17-jährige Lebensgefährte der Kindsmutter festgenommen, bei dem es sich nicht um den Vater des Kindes handele. Der Beschuldigte befindet sich seit 22. Februar in Untersuchungshaft.

"Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte, der sich bereits in der Vergangenheit an der Betreuung des Säuglings beteiligt hatte, am 20. Februar in der von einem freien Träger zur Verfügung gestellten Wohnung der 18-jährigen Kindsmutter in Marburg auf verschiedene Weise gewalttätig auf den Säugling eingewirkt hat", heißt es in der Pressemitteilung.

Baby erlag den schweren Kopfverletzungen 

Das Mädchen erlitt dadurch unter anderem schwerste Kopfverletzungen. Trotz Verständigung von Rettungskräften durch die Kindsmutter und anschließender intensivmedizinischer Behandlung des Säuglings erlag das Baby nun seinen schweren Kopfverletzungen. 

Die weiteren Ermittlungen werden nunmehr wegen des Verdachts des Totschlags sowie der Misshandlung Schutzbefohlener geführt. Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten seitens des freien Trägers oder des Jugendamtes, das die Kindsmutter unterstützte, hätten sich nicht ergeben.

Die Ermittlungen zum genauen Tathergang dauern derzeit an. In diesem Zusammenhang hat die Staatsanwaltschaft umfangreiche rechtsmedizinische Untersuchungen veranlasst.

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