Hoffnung auf einen Job

Stadtteilagentur bereitete Frauen auf Kinderbetreuung vor

Erste Hilfe für Baby und Kleinkind: von links Patricia Knauf, Ludmilla Suchow, Steffen Koch vom DRK, Khatuna Ramoewa, Marie-Theresa Nigubawe, Olga Luz, Nele Calarras und Tatjana Eberhardt absolvierten einen Kurs für Babysitter in der Homberger Stadtteilagentur. Foto: Thiery

Homberg. Die Homberger Stadtteilagentur will künftig mehr Müttern eine Teilnahme an den Kursen in ihren Räumen ermöglichen. „Viele nehmen die Angebote nicht wahr, weil sie ihre Kinder betreuen müssen“, sagte Koordinator Andreas Schwarzkopf.

Deshalb wurden nun Babysitter ausgebildet, die bei der Betreuung einspringen sollen, damit die Frauen Sprachkurse und andere Fortbildungen besuchen können.

„Unser Ziel war es, Mädchen aus den eigenen Reihen auszubilden“, sagte Schwarzkopf. So bot die Agentur einen Kurs an. Zehn Frauen aus dem Gebiet am Bahnhof hatten sich angemeldet. Gudrun Mertens von der Elternschule Schwalm-Eder vermittelte ihnen in drei Einheiten zu vier Stunden die Inhalte.

Dabei musste sie sich allerdings auf ein anderes Publikum als sonst einstellen, der Kurs richtet sich üblicherweise an Teenager. Es kam ihr darauf an, die moderne Entwicklung der Kindererziehung zu vermitteln, auch vor dem hiesigen kulturellen Hintergrund. „Viele der Teilnehmer sind älter und haben selbst einige Kinder, teilweise auch Enkelkinder“, sagte sie. Bei sprachlichen Hürden half sie sich mit Illustrationen aus.

Der Babysitterkurs informiert über die frühkindliche Entwicklung und die Bedürfnisse des Kindes.

Er klärt über die Körperpflege auf, vom Baden bis zum Wickeln. Sicherheitsbestimmungen, wie Aufsichts- und Haftpflicht sowie die Verhütung von Unfällen werden angesprochen. „Babys haben spezielle Bedürfnisse, man muss die Sprache deuten lernen“. In der Kindererziehung hat sich auch viel geändert. Heutzutage lasse man kein Kind mehr schreien, erklärte Mertens.

Die Teilnehmer probten an Puppen, die etwa so schwer wie echte Babys sind. Sie lernten, die Babys richtig aufzunehmen, zu füttern, zu trösten und ins zu Bett zu bringen Der letzte Baustein war der Erste-Hilfe-Kurs für Babys und Kleinkinder.

Die Frauen hoffen, mit dem Zertifikat für den Kurs eine Möglichkeit zu haben, etwas Geld zu verdienen, sagte Andreas Schwarzkopf. Viele von ihnen seien Hausfrauen. Kontakt: Buchung der Babysitter über das Stadtteilzentrum, Andreas Schwarzkopf, Tel. 0 56 81/93 73 08.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare