Bach-Kantate in der Wolfhager Stadtkirche

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Gelungener Auftritt: Die drei Solisten (von links) Alexander Reisewitz, Florian Bruntz und Michaela Krusche während der Bach-Kantate in der Wolfhager Stadtkirche.

Wolfhagen. Die Besucher des Palmsonntag-Gottesdienstes in der Wolfhager Stadtkirche wurden für ihr Kommen doppelt belohnt. Einmal waren sie durch die von Pfarrerin Katharina Uthof zelebrierte Liturgie zur Erinnerung des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem Empfänger einer geistlichen Botschaft.

Zum anderen als Zuhörer eines kirchenmusikalischen Ereignisses von großer Intensität als klingende Theologie und als Einstimmung in das Drama der Karwoche. Den musikalischen Mittelpunkt des Palmsonntag-Gottesdienstes am sechsten und letzten Sonntag der Fastenzeit sowie dem ersten Sonntag vor Ostern bildete als Passionskonzert die Kantate 182 „Himmelskönig, sei willkommen“ von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750).

Gemäß den theologischen Vorgaben zum Palmsonntag thematisiert diese Bach-Kantate den Einzug Jesu nach Jerusalem und den Beginn der Karwoche nicht wie es einem König gebührt mit Pauken und Trompeten, sondern leichtfüßig mit tänzerischen Schritten.

Bach will mit dieser Kantatee den gläubigen Christ anhalten und auffordern, als Dank für das von Jesus gebrachte Opfer dem Sohn Gottes sein Herz zu widmen und auch im Leiden zu Jesus zu stehen. Höhepunkt des Passionskonzerts war zweifellos der von allen drei Solisten interpretierte Choral „Jesu, deine Passion ist mir lauter Freude.“

Lebendiges Konzert

Unter der Gesamtleitung von Kirchenmusikdirektor Bernd Geiersbach waren die musikalischen Akteure - die Sängerinnen und Sänger der Kreiskantorei sowie das Kammerorchester Wolfhagen und die Solisten Michaela Krusche (Alt), Florian Bruntz (Tenor) und Alexander Reisewitz (Bass) - Garant dafür, dass im konzertanten Wechsel die Bach´sche Vertonung trotz aller stimmlichen und instrumentalen Herausforderungen sich nahtlos zu einem intensiven, farbigen, lockeren und lebendigen Passionskonzert zusammenfügten. (zih)

Quelle: HNA

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