Kurt Drese kritisiert das Fehlen von Warnschildern während des Hochwassers

Baden war nicht möglich

Am Beiseförther Badesee: Kurt Drese aus Elfershausen meint, der See hätte nach dem Hochwasser Anfang Juni für Badegäste gesperrt werden müssen. Foto: Vorrath

Beiseförth. Durch das Hochwasser Anfang Juni war das Baden im Beiseförther See nicht möglich. Kurt Drese, dessen Kinder öfter in dem See baden, vermisste Hinweisschilder.

„Nach der Überschwemmung des Sees, hätte dieser gesperrt werden müssen“, sagt er. Außerdem seien im Zeitraum der Überschwemmung keine Wasserproben genommen worden. Diese seien jedoch Vorschrift. Laut Peter Urban vom Gesundheitsamt Schwalm-Eder war das Baden im See während des Hochwassers ohnehin nicht möglich. Deshalb habe es kein Badeverbot gegeben.

„Nachdem der See überschwemmt worden war, haben wir die Wasserprobe verschoben“, sagt Urban. Das habe man auch an das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie gemeldet. Auf der Internetseite des Landesamts sei der See dann als „nicht freigegeben“ ausgewiesen worden.

Kein Badeverbot

Das sei jedoch nicht mit einem Badeverbot gleichzusetzen. Daher hätten zu diesem Zeitpunkt auch keine Schilder an dem See gestanden. „Der See war schließlich für Badegäste und unsere Mitarbeiter nicht zugänglich.“ Den Status „nicht möglich“ gebe es aber auf der Internetseite des Landesamts nicht. „Durch diese Formulierung kam es wohl zu der fälschlichen Annahme eines Badeverbots.“

Kurt Drese sieht in den fehlenden Schildern einen Gesetzesverstoß: „Grundsätzlich muss nach einer Überschwemmung eines Badesees eine Warnung an die Badegäste erfolgen.“ Wenn die Gesundheit der Badegäste oder eine gute Badewasserqualität gefährdet sei, müsse laut Gesetz ein Badeverbot ausgesprochen werden. „Das war in Beiseförth der Fall“, meint Drese.

Gefährliche Strömungen

Peter Urban entgegnet: „Als wir erfahren haben, dass der See wieder zugänglich ist, haben wir Warnschilder aufgehängt.“ Allerdings habe es eine Verzögerung gegeben, da dem Gesundheitsamt nicht sofort gemeldet wurde, dass der See wieder zugänglich ist. „Nachdem das Wasser zurück gegangen war, habe wir auch direkt eine Wasserprobe genommen.“ Eine Gesundheitsgefährdung durch verunreinigtes Wasser habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Gefährliche Strömungen hätte es nur in dem Zeitraum gegeben, als der See durch das Hochwasser nicht zugänglich war.

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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