Umbau seit 2010 gefordert

Bahnhof Treysa: Barrierefreier Umbau erst 2019?

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Wann ist endlich Baustart? Der barrierefrei Umbau des Bahnhofs in Treysa lässt noch immer auf sich warten. Nun soll 2019 los gehen.

Seit vielen Jahren ist er versprochen, doch getan hat sich nichts. Die Rede ist vom barrierefreien Umbau des Bahnhofs in Treysa. Verschoben wurden nach Angaben aus dem Rathaus mehrere Klärungssgespräche mit der Bahn.

Nun habe die Bahn versprochen, einen Vertreter zur nächsten Ausschusssitzung (13.7., Termin siehe unten) zu schicken.

Enttäuscht über die Verzögerung zeigen sich in einer gemeinsamen Mitteilung der ehemalige Bürgermeister und jetzige Vorsitzende der AG 60 Plus des SPD Unterkreises Ziegenhain, Wilhelm Kröll, die Landtagsabgeordnete Regine Müller und der Erste Stadtrat Detlef Schwierzeck, beide SPD. Um Druck auf die für den Umbau Verantwortlichen auszuüben, haben sie einen Brief an die Deutsche Bahn, den Bundesverkehrsminister und den Hessischen Verkehrsminister geschrieben, in dem sie den zügigen Ausbau des Bahnhofes in Treysa fordern.

In ihrem Schreiben weisen sie darauf hin, dass der jetzige Zustand der Bahnsteige für Benutzer, insbesondere für Behinderte und Ältere, unzumutbar sei und nicht weiter hingenommen werde. Auch das Diakoniezentrum Hephata habe entsprechende Eingaben gemacht.

Seit Jahren werde über den barrierefreien Ausbau diskutiert, Bautermine in Aussicht gestellt, die alle mehrfach verschoben wurden. Das sei im wahrsten Sinne des Wortes ein Verschiebebahnhof.

Gefordert werde der Umbau des Bahnhofs seit 2010. Geschlossen worden sei zwischen der DB Station und Service, dem Nordhessischen Verkehrsverbund NVV und der Stadt Schwalmstadt ein Vertrag zum Umbau der Bahnsteige, Zugänge und Warteeinrichtung.

Die Kosten seien auf 9 Mio. Euro beziffert worden. Davon sollten 2,8 bis 2,9 Mio. von der kommunalen Seite, dem NVV und der Stadt, übernommen werden Diskutiert wurden drei Alternativen: Rampen, drei Fahrstühle oder der Einbau von Treppenliften. Schließlich votierte man für die Rampenlösung.

Die Zustimmung zu der Lösung habe die Bahn 2012 erteilt. Zudem habe sie gedrängt, um den vorgegebenen Zeitraum, Baubeginn 14. November 2014, einhalten zu können. Zwischenzeitlich sei der Baubeginn auf 2016 verschoben worden. Auch daraus werde wohl nichts, denn inzwischen sei der Baubeginn ins Jahr 2019 verlegt worden.

Entsetzt zeigten sich die Unterzeichner darüber, dass zwischen den Projektbeteiligten immer noch keine Klarheit über die Bahnsteighöhen bestehe.

Schwalmstadt habe 2012 und 2014 insgesamt 150 000 Euro für Planungskosten gezahlt. Nach Meinung von Kröll, Müller und Schwierzeck werde der Anspruch auf Mobilität für ältere und behinderte Menschen mit Füßen getreten. Deshalb fordern sie verbindliche Aussagen, denn inzwischen seien kleinere Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut worden, während der in Treysa weiter auf sich warten lasse.

• Termin: In der öffentlichen Ausschusssitzung (Umwelt und Verkehr) am Mittwoch, 13. Juli, 18.30 Uhr, erläutert Leif Niklas Wulf, Leiter Bahnhofsmanagement Kassel, das Stichwort barrierefreier Bahnhofsumbau Treysa.

Quelle: HNA

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